Neues Nachklärbecken fasst Schmutzwasser eines Tages

Wildeshausen und Dötlingen investieren 500.000 Euro in Modernisierung der Kläranlage

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Das Nachklärbecken füllte sich nur langsam. Es fasst rund 3 000 Kubikmeter Schmutzwasser. 

Wildeshausen - Von Dierk Rohdenburg. Die Kläranlage in Wildeshausen ist mittlerweile 55 Jahre alt. Um sie auf dem Stand der Technik zu halten, muss regelmäßig modernisiert werden. Für 500 000 Euro wurde nun das Nachklärbecken vertieft und saniert. Es fasst jetzt rund 3 000 Kubikmeter Schmutzwasser.

Damit kann es fast die tägliche Menge an verunreinigtem Wasser aufnehmen, die in der Stadt Wildeshausen und der Gemeinde Dötlingen produziert wird. 3 250 Kubikmeter kommen täglich in der Kläranlage am Nordring an und verlassen sie mit einem Reinigungsgrad von bis zu 98 Prozent. „Das ist eine Qualität, die höher ist als beim Huntewasser“, betonte Wildeshausens Bürgermeister Jens Kuraschinski, der das neue Nachklärbecken zusammen mit Dötlingens Bürgermeister Ralf Spille sowie dem Klärwerksleiter Matthias Schnieder und Jörg Dohrmann aus dem Fachbereich Bau der Stadt Wildeshausen per Buzzer in Betrieb setzte. Innerhalb kurzer Zeit sprudelte die trübe Brühe in das neue Becken. „Bis zum Abend wird es voll sein“, kündigte Dohrmann sein.

Damit befindet sich die Kläranlage Wildeshausen wieder auf dem aktuellen Stand der Technik und verfügt bei normaler Entwicklung noch über Reserven für die nächsten Jahre. Kuraschinski kündigte jedoch schon mal an, dass der Klärschlammlagerbehälter überdacht werden soll. „Hieraus ergibt sich später eine jährliche Ersparnis in Höhe von 10 000 Euro“, erklärte er.

Das Kanalnetz in Wildeshausen ist mittlerweile 96,20 Kilometer lang. „Wir bewegen uns aber mit den neuen Baugebieten auf die 100 Kilometer zu“, betonte der Bürgermeister. In der Kreisstadt würden rund 20 000 Einwohner versorgt, in Dötlingen seien es rund 6 000.

„Für die Zukunft zeichnet sich die Einführung einer weiteren Reinigungsstufe ab. Um noch verbliebene Medikamentenrückstände, Spurennährstoffe, Mikropartikel, Schwermetalle und dergleichen zu entfernen, wird sich im Laufe der nächsten 15 Jahre der Einsatz von Filter- und Aktivkohleanlagen durchsetzen“, so die Stadtverwaltung.

„Wir können aber derzeit froh sein, dass wir diese moderne Anlage haben und sie als Vorzeigemodell für interkommunale Zusammenarbeit führen“, freute sich Kuraschinski. Er erinnerte daran, dass es vor Jahren mal Überlegungen gegeben hatte, das Klärwerk zu privatisieren.

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