Wildeshauser Mittelständler könnte umziehen

Neues Grundstück für Grashorn

Die Firma Grashorn an der Bargloyer Straße: Das Unternehmen hat ein Kaufangebot für eine Gewerbefläche in Hockensberg.
+
Die Firma Grashorn an der Bargloyer Straße: Das Unternehmen hat ein Kaufangebot für eine Gewerbefläche in Hockensberg.

Wildeshausen – Das mittelständische Wildeshauser Unternehmen Grashorn, das sich auf die Entwicklung, Herstellung und den Vertrieb von technischen Teilen aus Kunststoff für professionelle Anwendungen spezialisiert hat, könnte schon bald ins neue interkommunale Gewerbegebiet in Hockensberg ziehen.

Gerald Grashorn, alleiniger Gesellschafter des Unternehmens, bestätigte, dass seine Firma die gewünschte Fläche in einer Größe von 2,5 bis drei Hektar zugesagt bekommen hat und ihm das Angebot unterbreitet wurde, nun die Kaufverträge vorzubereiten.

„Ganz so weit sind wir aber noch nicht“, möchte sich Grashorn ein wenig Zeit lassen. Zwar ist es schon seit vielen Jahren sein Wunsch, den Stammsitz inmitten der Kreisstadt zu verlassen, weil das Unternehmen nicht mehr in die bewohnte Nachbarschaft passt, doch vor einem Vertragsabschluss gibt es noch einigen Klärungsbedarf im Betrieb.

Nachnutzung des Firmengelände muss noch geregelt werden

Ganz wesentlich ist nach Angaben des 74-Jährigen, wie die Nachnutzung des bisherigen Firmengeländes geregelt werden kann. Das derzeitige Areal ist 25.000 Quadratmeter groß. Im Flächennutzungsplan der Stadt Wildeshausen ist es bereits als Wohnbaufläche ausgewiesen. Es fehlt jedoch bislang ein Bebauungsplan, da zunächst nicht absehbar war, ob und wann Grashorn seinen Firmensitz verlagern kann.

Über die Frage, wie eine Bebauung erfolgen kann, ist Grashorn bereits mit der Stadt im Gespräch. Er hat schon Kontakt zu einem Planungsbüro aufgenommen, das erste Entwürfe entwickeln soll. Neben der Grashorn-Fläche gibt es weitere 10.000 Quadratmeter, die in privater Hand sind und ebenfalls bebaut werden könnten.

Hier wäre ein Neubaugebiet mitten in Wildeshausen möglich

Ein innenstadtnahes Neubaugebiet wäre für Wildeshausen eine gute Optiion, da derzeit nur städtische Wohnbauflächen in der Städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme vorhanden sind.

Bevor erste Umzugspläne für die 90 Jahre alte Firma geschmiedet werden, möchte Grashorn zudem in den nächsten Monaten die Strategie und eine Unternehmensperspektive für die kommenden fünf bis zehn Jahre entwickeln. Das wird mit Grashorns Tochter und neuer Geschäftsführerin Sandra Grashorn sowie dem Geschäftsführer Lutz Jedzig geschehen.

Erschließung im Plan: In Hockensberg entsteht ein neues interkommunales Gewerbegebiet.

Grashorn ist als Zulieferer unter anderem für die Autoindustrie sowie Hersteller von landwirtschaftlichen Maschinen tätig und bietet kein eigenständiges Programm. Von daher muss sich der Mittelständler genau positionieren, wie er sich bei einer sich ständig verändernden Produktpalette durchsetzen kann.

Vergebliches Warten auf neues Industriegebiet Wildeshausen-West

„Es geht uns sehr gut – auch nach der Pandemie“, stellt Gerald Grashorn fest. Von daher sei er zuversichtlich, dass das Unternehmen Zukunft habe. In Hockensberg könnte Grashorn ein Areal für einen Quadratmeterpreis von 30 Euro erwerben. Es handele sich um eine Gewerbefläche ohne Einschränkungen, so der Unternehmer. Damit wären dann auch die Überlegungen beerdigt, in ein noch zu schaffendes Industriegebiet Wildeshausen-West umzuziehen. „Das wäre zwar optimal für uns gewesen“, so Grashorn. Die Unsicherheit der Realisierung sei jedoch groß und die Wahrscheinlichkeit, dass er den Umzug als Firmenchef noch miterlebt hätte, wäre klein gewesen. Zudem wisse derzeit niemand, zu welchen Preisen die dort geplanten Flächen angeboten werden würden. Beispielsweise 70 Euro für den Quadratmeter könnte er gar nicht zahlen, so der Unternehmer.  

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Meistgelesene Artikel

Unfall auf A1: Autotransporter fährt auf Stauende auf - Autobahn gesperrt

Unfall auf A1: Autotransporter fährt auf Stauende auf - Autobahn gesperrt

Unfall auf A1: Autotransporter fährt auf Stauende auf - Autobahn gesperrt
Schwerer Unfall auf der A 1: Lange Staus

Schwerer Unfall auf der A 1: Lange Staus

Schwerer Unfall auf der A 1: Lange Staus
Silvester: Viele Böller kommen aus dem Lager

Silvester: Viele Böller kommen aus dem Lager

Silvester: Viele Böller kommen aus dem Lager
Zusammenstoß mit einem Rettungswagen

Zusammenstoß mit einem Rettungswagen

Zusammenstoß mit einem Rettungswagen

Kommentare