Neuer Verein möchte im Sinne von Ökologie etwas bewegen

Junges Engagement für den „Grünen Planeten“

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Die Slackline war eine echte Herausforderung.

Wildeshausen - Von Anja Nosthoff. Zwischen zwei Bäumen ist eine Slackline gespannt, an einem anderen hängt eine Schaukel aus Holz und Stoff. Bunt geschminkte Kinder und junge Erwachsene spielen Frisbee, jonglieren mit dem Diabolo, balancieren wie Seiltänzer über die Slackline, entspannen sich beim Schaukeln oder werden beim Bemalen von Baumwolltaschen zu kleinen Künstlern.

Biopflanzen-Glücksrad und Imkerhonig sind die Highlights an den Ständen, von der Bühne aus sorgt ein DJ für Reggae-Musik – es ist der erste „Tag im Park“ auf der Burgwiese, organisiert von dem Wildeshauser Verein „Grüner Planet“.

Die Aktion stieg am Sonnabend, den ganzen Nachmittag und Abend lang waren die 20 Gründungsmitglieder des Vereins vor Ort, um ihre Ideen und ihr Anliegen der Öffentlichkeit erstmals vorzustellen. Und sie stießen auf reges Interesse: „Viele Familien sind heute hier, aber auch junge und ältere Leute“, freute sich der Vorsitzende Raphael Klein am späten Nachmittag und zog bereits ein positives Fazit. „Einige kamen informiert zu uns, andere waren ganz zufällig im Park und zeigten sich interessiert.“

Den Verein „Grüner Planet“ haben junge Wildeshauser vor einem Monat offiziell ins Leben gerufen. „Die Vorbereitungen dafür laufen schon seit Herbst“, so Klein. „Wir sind zwischen 18 und 30 Jahren alt und alle schon lange in verschiedenen Bereichen in Sachen Natur, Ökologie, Nachhaltigkeit, interkulturellen Aktivitäten und Integration aktiv – teilweise auch politisch“, erklärte Klein.

Oft seien einige Freunde aus der lockeren Gruppe zusammen zu Demonstrationen oder Festivals gefahren. „Dann hatten wir den Wunsch, tolle Projekte nicht nur aus der Ferne zu beobachten und dorthin zu fahren, sondern selbst hier vor Ort etwas zu bewegen.“

So möchte der Verein beispielsweise einen öffentlichen Biogarten anlegen. „Bisher sammeln wir Erfahrungen in Privatgärten – aber eine offizielle Fläche für dieses Projekt, die öffentlich zugänglich ist, wäre toll“, so Klein. „Vielleicht kann uns jemand eine solche Fläche zur Verfügung stellen – am liebsten zentral in Wildeshausen gelegen.“ Daneben sind zahlreiche weitere Aktionen geplant. „Wir werden Workshops anbieten – zum Beispiel zu den Themen Insektenhotel, Yoga und Meditation.“

Gemeinsam mit dem jungen Heilpraktiker, Yogalehrer und Hobbyimker Alexander Moser, der vor kurzem in Wildeshausen seine Praxis „Kerngesund“ eröffnet hat, sowie mit Mathus Wittwer bildet Klein, der sich mitten im Psychologiestudium befindet, den Vorstand des Vereins. „Wir sind zuversichtlich, dass wir in den nächsten Monaten auf mindestens 150 Mitglieder anwachsen“, kalkuliert er.

Diese zahlen dann einen Jahresbeitrag von zwölf Euro – oder auf Wunsch auch mehr. Zu den aktiven Mitgliedern zählt jeder, der regelmäßig an den Versammlungen teilnimmt, die voraussichtlich einmal im Monat stattfinden werden. Passive Mitglieder müssen nicht teilnehmen, können aber genauso mitdiskutieren, wenn sie zu einem Treffen kommen. „Unsere Entscheidungen möchten wir gemeinsam treffen. Unser Ziel ist es, solange zu diskutieren, bis alle mit einer Entscheidung einverstanden sind“, so der Vorsitzende.

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