Gruppe „Schnittstelle 19/20“ will zur Gesellschaft dazugehören und sich einbringen

Neuer Selbsthilfetreff für Menschen mit Behinderung

Sandra Scholz (Dritte von links) vom Mehrgenerationenhaus freut sich über die neue Selbsthilfegruppe von Menschen mit Behinderung. Foto: bor

Wildeshausen – Sie wollen nicht mehr abseits stehen, sondern dazugehören und sich einbringen sowie ihre Anliegen vorbringen: Die Rede ist von Menschen mit geistigen und körperlichen Behinderungen. Zehn von ihnen haben jetzt in Wildeshausen eine Inklusions- und Selbsthilfegruppe gegründet, die den Namen „Schnittstelle 19/20“ trägt.

Die Teilnehmer treffen sich an jedem dritten Freitag im Monat im Mehrgenerationenhaus (MGH) und laden Interessierte zu ihrem nächsten Termin am 20. Dezember ein. Ab 19 Uhr steht ihre Weihnachtsfeier mit Raclette auf dem Programm. Jeder ist willkommen, der die Interessen der Mitglieder versteht und teilhaben möchte, heißt es in einer Selbstbeschreibung der Gruppe.

Der Name „Schnittstelle“ rührt daher, dass sich einige Mitglieder bei der Gründung des Stadtforums in Wildeshausen, einer Interessensvertretung für Menschen mit Behinderung, kennengelernt haben. Und daher, dass für einige ein neuer Lebensabschnitt beginnt. „Früher bin ich nicht oft rausgekommen, weil mir keiner geholfen hat“, erinnert sich Anke Hauenschild. „Es gibt in Wildeshausen keine Gruppe, in der man sich treffen kann“, sagt sie und freut sich, im MGH untergekommen zu sein.

Teil der Gruppe sind auch die Ehepartner Sabrina und Ralf Blesgen. „Wir haben etwas gefunden, wo wir uns austauschen können. Auch darüber, was werden kann.“ Zum Beispiel sei es aus baulichen Gründen nicht möglich, mit einem Rollstuhl ins LiLi-Kino zu gelangen. Außerdem führe der Weg in Restaurants und Geschäfte in vielen Fällen über Treppen, bemängeln die Blesgens.

Eine Initiatorin der Gruppe ist Annette Grummt, die sich schon in Harpstedt um die Inklusion verdient gemacht hat. So ist sie dort seit Langem in der integrativen Freizeitgruppe „Die Kernigen“ aktiv. „Dieses Modell würden wir gerne übernehmen.“ Sandra Scholz vom MGH sicherte Unterstützung zu und freut sich über das neue Mitglied der „MGH-Familie.“  bor

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