CDU-Ratsherr Stefan Brors bringt Alternative ins Gespräch

Neuer Schulstandort statt Umzug der St.-Peter-Schule?

Die St.-Peter-Grundschule ist seit vielen Jahren Nachbar der Holbeinschule. Das möchten viele Eltern so beibehalten. - Foto: dr

Wildeshausen - Die Überlegungen im Arbeitskreis Schulen der Stadt Wildeshausen, die St.-Peter-Schule an den derzeitigen Standort der Hunteschule zu verlegen und die Holbeinschule auf vier Züge zu erweitern, haben für einige Aufregung in der Elternschaft gesorgt (wir berichteten). CDU-Ratsherr Stefan Brors bringt nun eine Alternative ins Gespräch: eine vierte Grundschule in Wildeshausen, die in der Hunteschule eingerichtet wird.

„Ziel ist es ja, eine räumliche Entlastung der Wall- und der Holbeinschule zu schaffen“, sagt Brors. Konkret gehe es um rund 100 Schüler, die verteilt auf vier Klassen die Kapazitäten der Wallschule übersteigen. Dazu kämen etwa 40 Schüler in zwei Klassen an der Holbeinschule.

„Dass die Schülerzahlen in Wildesheshausen auf hohem Niveau und die beiden bekenntnisfreien Grundschulen zu klein sind, ist zunächst kein Grund, die Frage nach dem Standort der Grundschule katholischen Bekenntnisses zu stellen“, sagt Brors. Er verweist darauf, dass katholische Bekenntnisschulen im Rahmen des Konkordats zwischen dem Papst und dem Niedersächsischen Ministerpräsidenten einen ganz besonderen Schutz genießen und die Eltern bei einem angedachten Umzug der St.-Peter-Schule ein gewichtiges Wort mitzureden haben. „Die Stadt Wildeshausen müsste den Eltern aller 204 Schüler schon glaubhaft versichern, dass es keine Alternative zu einem Umzug gibt und dass dieser keinerlei räumliche Verschlechterung und Behinderung des Schullebens nach sich zieht“, sagt Brors. Im Leitbild der Schule würde schließlich deutlich gemacht, dass die nahegelegene katholische Kirchengemeinde St.-Peter der Anker der Schule sei. Das drücke sich auch im Einschulungsgottesdienst, dem Gottesdienst zum Schulanfang, zu St.-Martin, zu Nikolaus, im Frühlingsgottesdienst sowie im Abschlussgottesdienst für die Viertklässler aus. Alle katholischen Kinder aus den politischen Gemeinden Dötlingen, Großenkneten und Wildeshausen hätten das Recht, die Schule zu besuchen. Die Eltern könnten entscheiden, ob ihr Kind in der für sie zuständigen allgemeinen Grundschule für ihren Schulbezirk gehen soll oder aber in die Bekenntnisschule.

Bislang gibt es für Wildeshausen den politischen Prüfauftrag, eine neue Grundschule in Nähe der neuen Baugebiete zu errichten, um für die Wall- und die Holbeinschule eine Entlastung zu schaffen. Eine Erweiterung der Wallschule ist hingegen vom Tisch.

Warum aber nicht alle Schulen dort lassen, wo sie derzeit sind,und an der Hunteschule eine neue Grundschule einrichten? Wenn die St.-Peter-Schule umziehen müsste, so überlegt Brors, müsste die Stadt für den Standort in jedem Fall eine neue Sekretärin und einen Hausmeister anstellen. Auch Reinigungspersonal wäre erforderlich. Somit wäre eine neue Grundschule an der Stelle nicht teurer, als eine Grundschule, die umziehen würde. Der Schulleiter und das Lehrpersonal müssten ohnehin vom Land bezahlt werden und würden somit der Stadt keine Kosten verursachen, betont Brors, der zudem darauf verweist, dass vom Land eine neue Grundschule genehmigt werden könnte, wenn sichergestellt sei, dass in den nächsten fünf Jahren mindestens 30 Kinder je Schuljahr diese Schule besuchen und damit zweizügig unterrichtet werden könnte. „Das bedeutet, dass die Kinder, die rechnerisch zurzeit an der Holbein- und der Wallschule zu viel sind, in die vom Landkreis Oldenburg zur Verfügung gestellte Hunteschule gehen könnten, ohne dass zusätzliche Kosten entstehen“, argumentiert Brors.

Von Dierk Rohdenburg

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