Harald Meyer übernimmt Präsidentenkette des Rotary-Clubs

Neuer Präsident legt Schwerpunkt auf Integration

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Altpräsident Theunnies Baker und seine Nachfolgerin Gisi Lukkes-Schöb aus Franeker sowie Hans Christian Vogelsang und Harald Meyer (v.l.) bei der Amtsübergabe.

Wildeshausen - „Die Integration von Flüchtlingen, die bei uns bleiben, ist die größte humanitäre Aufgabe seit dem Zweiten Weltkrieg“, sagt der Dötlinger Altbürgermeister Harald Meyer. Den Rotary-Club Wildeshausen, dessen neuer Präsident er für das kommende Jahr ist, sieht er in der Pflicht und in der Lage, zu helfen.

Um zu erörtern, wo und wie der Rotary-Club sich konkret einbringen und die „Integration durch Bildung und Arbeit“ fördern und mitgestalten kann, will Meyer in Kürze einen Vertreter des regionalen Netzwerks „pro:connect“ nach Wildeshausen einladen. Die Präsidentenkette übernahm Meyer am Montagabend im Hotel „Gut Altona“ in feierlichem Rahmen von Hans Christian Vogelsang, der das Amt ebenfalls ein Jahr lang ausübte.

„Wir haben einen tollen Club. Wirklich jeder bringt sich das Jahr über bei den verschiedenen Aktionen des Rotary-Clubs mindestens einmal aktiv ein“, lobte Vogelsang im Rückblick seine Rotary-Freunde. 42 Mitglieder zählt der Wildeshauser Club, darunter vier Frauen. Bereits in seinem Amtsjahr begann der Rotary-Club sich angesichts der aktuellen Situation verstärkt für die Integration von Flüchtlingen einzusetzen.

So unterstützten die Rotarier beispielsweise den VfL Wittekind, der im sportlichen Bereich aktiv Integration lebt.

Laufend beschäftigt den Rotary-Club die Pflege des Arboretums in der Lehmkuhle. „Feste Bestandteile unseres Club-Lebens sind der Stand auf dem Gänsemarkt und der Weihnachtsmarkt mit der Verlosung eines Autos“, kündigte Meyer bereits an, dass er mit diesen Wildeshauser Rotary-Traditonen nicht brechen werde.

„Meine Generation und jünger kennt keinen Krieg, keine Flucht, keinen Hunger“, so Meyer. Kriege seien immer weit weg gewesen. „Doch die Ergebnisse dieser Kriege sind nun bei uns angekommen. Diese Menschen brauchen unsere Hilfe.“ Es sei Aufgabe des Rotary-Clubs, den gesellschaftlichen Umbruch mit vielen Ungewissheiten im rotarischen Sinne mitzugestalten.

Meyer, der aus Brettorf kommt, ist vielen aus seiner 15-jährigen Amtszeit als Dötlinger Bürgermeister von 1986 bis 2001 bekannt. Zu der Zeit war das Bürgermeisteramt noch ein Ehrenamt.

Während Meyer für sein Amtsjahr den Schwerpunkt auf die Förderung von Integration setzt, wünscht er sich für den Rotary-Club Wildeshausen noch etwas anderes: „Wir möchten für unseren Club gerne noch mehr junge Leute und mehr Frauen gewinnen.“

Vielfältiger Austausch besteht auch zwischen den Wildeshauser Rotariern und dem Rotary-Club aus Franeker in den Niederlanden. Eine Abordnung von dort wohnte dem Präsidentschaftswechsel in Wildeshausen bei. Am Donnerstag wird in Franeker Theunnies Baker das Präsidentenamt an seine Nachfolgerin Gisi Lukkes-Schöb übergeben. 

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