Diakonie Himmelsthür stellt Alternativfläche für Bauvorhaben vor

Neuer Plan soll einige Bäume retten

Jörg Arendt-Uhde (2.v.l.) zeigte auf, wo die Diakonie Neubauten errichten könnte. Foto: dr

Wildeshausen – Es gibt einen neuen Plan für den Bau von drei Wohnhäusern für 36 Personen mit erhöhtem Assistenzbedarf auf dem Gelände der Diakonie Himmelsthür in Wildeshausen. Die durchgehend barrierefreien Angebote könnten in drei, sich gegenüberliegenden, eingeschossigen Neubauten am Ende der Dr.-Klingenberg-Straße entstehen.

Diese Überlegung stellte der Regionalgeschäftsführer der Diakonie, Jörg Arendt-Uhde, am Donnerstagnachmittag den Mitgliedern des Bauausschusses vor der regulären Sitzung im Rahmen einer Begehung vor. Das Treffen hatte Bauausschussvorsitzender Hartmut Frerichs (SPD) anberaumt, es war auch die Interessengemeinschaft „Naherholungsgebiet Himmelsthür“ mit Vertretern vor Ort.

Zunächst erklärte Arendt-Uhde den Beteiligten, die Pläne, einige Gebäude auf dem Zentralgelände abzureißen, wenn sich keine Nachnutzung dafür findet. So ist das Haus Cloppenburg fast leergewohnt und wird Ende 2020 abgerissen. Ein weiteres Gebäude, in dem sich eine Cafeteria und die Wildeshauser Tafel befinden, soll zunächst bleiben, das Haus Dümmer ist in drei Jahren leergewohnt und kann zurückgebaut werden. Das Gleiche gilt für das Haus Emsland, das 2025 leergewohnt sein dürfte, und das Haus Ammerland aus dem Jahr 1907. „Diese Bauten können von uns nicht mehr genutzt werden“, so Arendt-Uhde, der den Politikern dann das Haus Waldfrieden sowie zwei kleinere Wohnhäuser (Nummer 79 und 81) zeigte, bei denen im Fall eines Abrisses relativ viel Freifläche geschaffen werden könnte. „Hier wäre ein Neubau so möglich, dass nur wenige Bäume gefällt werden müssten“, erläuterte Arendt-Uhde. Mit der Nutzung des sanierten Hauses Herzogin Elisabeth hätte die Diakonie dann Platz für 80 betreute Personen. Das restliche Gelände der Himmelsthür würde aber nicht mehr benötigt werden. „Alternativ könnte auch ein Haus auf die bisherige Fläche der Dr.-Klingenberg-Straße gebaut werden, die im Besitz der Stadt ist“, zeigte Arendt-Uhde eine zusätzliche Option auf. „Für uns wäre das kein Problem.“

Mit den neuen Überlegungen würde die Diakonie nur noch eine relativ kleine Fläche am Ende der Dr.-Klingenberg-Straße sowie die Bereiche der Großküche und der Verwaltung beanspruchen. Die Büros könnten nach Auskunft des Geschäftsführers auch anderswo in der Stadt untergebracht werden, sodass weite Teile des Geländes für neue Projekte offen wären.

„Wie beplanen wir das?“, fragte CDU-Fraktionsvorsitzender Wolfgang Sasse mit Blick darauf, dass die Kapazitäten der Verwaltung ausgelastet sind. „Das müssen wir erst einmal in den Fraktionen besprechen“, so Frerichs, der den Punkt damit von der folgenden Tagesordnung der Ausschusssitzung nehmen wollte. Zu bedenken ist auch, so die Anwohner, wie später die Verkehrsanbindung erfolgen soll. Die Dr.-Klingenberg-Straße ist nämlich im hinteren Bereich für Begegnungsverkehr gar nicht ausgelegt.

Arendt-Uhde ist an einer schnellen Klärung der Situation interessiert. Die vertraglichen Rahmenbedingungen zum Umwandlungsprojekt mit dem Land Niedersachsen sowie der Aktion Mensch fordern eine Umsetzung des Neubaus bis zum Jahr 2023. Wenn auf dem Wildeshauser Diakoniegelände nicht gebaut werden kann, muss sich die Behinderteneinrichtung nach anderen geeigneten Grundstücken in der Region umschauen.  dr

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