Planungen für Umbau des historischen Rathauses

Neuer Notausgang kostet 165.000 Euro

So ist es geplant: Die Treppe führt seitwärts vom Ratskeller zum Marktplatz. Zeichnung: Stadt
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So ist es geplant: Die Treppe führt seitwärts vom Ratskeller zum Marktplatz. Zeichnung: Stadt

Wildeshausen – Nach Schätzungen der Stadtverwaltung in Wildeshausen dürften die Umbauarbeiten im Keller des historischen Rathauses etwa 165.000 Euro betragen.

Ziel ist es, mit verschiedenen Maßnahmen den dringend erforderlichen zweiten Rettungsweg in dem denkmalgeschützten Gebäude zu schaffen. Am Donnerstag, 2. Dezember, beschäftigt sich der Bauausschuss der Stadt ab 18.15 Uhr im Rathaussaal mit dem Thema. Es handelt sich nach Aussagen von Bürgermeister Jens Kuraschinski gezwungenermaßen um eine Präsenzsitzung. Die rechtliche Grundlage für eine Hybridsitzung, bei der Ausschussmitglieder auch online zugeschaltet werden können, ist seit gut einer Woche mit dem Auslaufen der epidemischen Lage von nationaler Tragweite nicht mehr vorhanden. „Wir werden alle Sitzungen im Dezember als Präsenzsitzungen veranstalten“, so Kuraschinski auf Nachfrage.

Maßnahme ist mit dem Denkmalschutz abgestimmt

Der neue zweite bauliche Rettungsweg soll durch den ehemaligen Vorraum der Damentoilette führen. Die Errichtung der Fluchttreppe geht einher mit Umbauarbeiten in der WC-Anlage sowie der Herstellung einer Türöffnung in der Fassade. Diese soll nicht direkt im Bereich der bisherigen Fluchtöffnung erfolgen, sondern seitlich versetzt. Die Planung ist mit dem Denkmalschutz abgestimmt. Nach Angaben der Verwaltung stellt die Baumaßnahme die Gebrauchsfähigkeit der WC-Anlage nach Wegfall des Vorraums sicher. Flankierend werden außerdem die Pflanzbeete vor der Fassade samt Einfriedung aufgenommen und die Fläche nach dem Abschluss der Bauarbeiten gepflastert. Ziel ist es, das Keller-Außenmauerwerk abzudichten. Parallel wird dazu ein Schacht für die Unterflur-Müllstation erstellt.

Massive Bedenken wegen des ungenügenden Brandschutzes

Die Stadtverwaltung hatte bereits im Juli davon berichtet, dass es massive Bedenken wegen des Brandschutzes im Rathaus gibt. Es müssen weitere Arbeiten im Erdgeschoss vorgenommen werden. Hier ist eine Brandschutztür erforderlich. Zudem soll ein Fahrstuhl im Bereich der Häusing installiert werden, um einen barrierefreien Zugang zum Ratssaal zu ermöglichen. Die Politik hatte sich klar positioniert und für den Erhalt der Gastronomie im Ratskeller gestimmt. Allerdings wollte man vorher die Kostenkalkulation sehen. Der endgültige Beschluss zu der geplanten Maßnahmen erfolgt voraussichtlich am 9. Dezember im Verwaltungsausschuss.

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