Neuer Lokal-Krimi von Dierk Rohdenburg/ Lesung am 17. November

Toter am Marktbrunnen schockt die Wildeshauser

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Am Ort des Geschehens präsentierte Dierk Rohdenburg seinen neuen Wildeshausen-Krimi.

Wildeshausen - Ein kalter Winterabend im Februar 2014. Im Rathaussaal von Wildeshausen wird der Neujahrsempfang gefeiert. Als die Ehrengäste gesprochen haben und Vertreter aus Politik, Wirtschaft und von Vereinen zum Büfett eilen, erschüttert sie die Nachricht, dass der Bürgermeister auf dem Marktplatz niedergeschlagen wurde.

Die Tat ereignet sich genau an der Stelle, wo im Jahr 1529 Wildeshausens Stadtoberhaupt Jakob Lickenberg auf Befehl des Münsterschen Bischofs durch das Schwert hingerichtet wurde. Handelt es sich diesmal um einen Raubüberfall, oder gibt es andere Hintergründe? Denn nicht bei allen Wildeshausern war der Bürgermeister beliebt...

„Tod am Marktbrunnen“ heißt der jetzt erschienene Lokal-Krimi des Tageszeitungsredakteurs Dierk Rohdenburg. Auch in seinem zweiten Wildeshausen-Buch taucht der 49-jährige Journalist tief in die Geschichte der Wittekindstadt ein. Beleuchtete er in seinem ersten Buch „Reliquie“ die Bedeutung heiliger Gegenstände in der Alexanderkirche, erzählt er diesmal von einem Pfaffen, dem die Zunge abgeschnitten wird, Ratsherren, die unschuldige Menschen einkerkern und dem Verlust der Stadtrechte von Wildeshausen, was dazu führte, dass alle Bürger vogelfrei wurden – und damit jederzeit getötet werden durften, wenn sie die Stadt verließen.

Erneut kann sich der ermittelnde Hauptkommissar Ingo Auer auf die tatkräftige Hilfe der Journalistin Julia Unger stützen. Der Fall ist nicht leicht. Niemand hat die Tat beobachtet. Zwar wird sehr schnell ein stadtbekannter Obdachloser dabei erwischt, wie er das Portemonnaie des Bürgermeisters in einen Mülleimer entsorgen will. Doch so einfach, wie es scheint, entwickeln sich die Ermittlungen dann aber nicht. Auer erkennt, dass es einige Menschen in der Stadt gibt, die es gerne sehen würden, wenn der Bürgermeister nicht zur nächsten Wahl antritt. Aber ist das ein Grund, ihn per Faustschlag auszuschalten?

„Viele Leser haben mich gefragt, ob ich einen weiteren Wildeshausen-Krimi schreiben werde. Wenn man hier täglich arbeitet, kommen einem in der Tat gute Ideen“, so Rohdenburg. „Während die Geschehnisse rund um die Verurteilung Lickenbergs den Überlieferungen entsprechen, sind die gegenwärtigen Ereignisse allerdings reine Fiktion vor dem Hintergrund der Stadtpolitik in den vergangenen Jahren“, erklärt der Autor. Der Roman solle schließlich unterhalten und nicht Menschen in Wildeshausen an den Pranger stellen.

Und dann bleibt noch die Frage vieler Leser, ob sich zwischen Auer und Unger eine Partnerschaft entwickelt, wie es sich im Vorgängerbuch andeutet. „Polizist und Journalist – das ist eine schwierige Konstellation“, findet Rohdenburg. „Aber jeder, der das Buch liest, wird ja erfahren, wie es weitergeht.“

Das Buch „Tod am Markbrunnen“ ist im Schardt Verlag in Oldenburg erschienen und kostet 10 Euro. Der Autor stellt den Roman am Dienstag, 17. November, ab 19.30 Uhr in der Gildebuchhandlung im Rahmen einer Lesung vor. Der Eintritt ist frei.

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