Offenen Brief an den Bürgermeister

Neuer Anlauf für Repowering in Aldrup?

Das Repowering der beiden Windkraftanlagen in Aldrup ist umstritten.
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Das Repowering der beiden Windkraftanlagen in Aldrup ist umstritten.

Gibt es einen neuen Anlauf für das Repowering zweier Windkraftanlagen in der Wildeshauser Bauerschaft Aldrup? Ratsherr Jens-Peter Hennken (CDW) ist dafür.

In einem offenen Brief hinterfragt Ratsherr Jens-Peter Hennken (CDW), ob der Klimaschutz bei allen Maßnahmen und Entscheidungen der Stadt Wildeshausen eine sehr hohe Priorität hat. Einen entsprechenden Beschluss hatte der Stadtrat vor einem Jahr mit überwältigender Mehrheit gefasst. „Leider kann ich noch nicht feststellen, dass wir gefühlt sehr weit vorangekommen sind“, schreibt Hennken.

Der CDW-Ratsherr betont: „Für mich wird es Zeit, dass unsere Stadt ein erstes Zeichen setzt und eine wesentliche Entscheidung trifft, die der Klimarichtlinie gerecht wird.“ Dabei denkt Hennken an das Repowering von zwei Windkraftanlagen bei Aldrup in der Wildeshauser Landgemeinde. Dieses Projekt habe der Verwaltungsausschuss in nichtöffentlicher Sitzung vor gut einem Jahr kurz vor dem Beschluss zur Priorität des Klimaschutzes abgelehnt.

Die Familien Rüdebusch und Brinkmann wollten ihre Anlagen gegen moderne Exemplare austauschen. „Für mich ist diese Entscheidung, nicht erst seit heute und nicht nur im Hinblick auf die Klimarichtlinie, eine klare Fehlentscheidung, die es zu korrigieren gilt“, findet Hennken, der auf die Vorteile des Repowerings verweist.

Der Ratsherr rechnet vor, dass Windkraftanlagen sehr schnell CO2-freien Strom produzieren und deswegen 12 500 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr eingespart werden könnten, wenn die Anlagen repowert seien.

Außerdem war Klimaschutz für die Stadt Wildeshausen selten so günstig zu haben, heißt es in dem Schreiben. „Diese Maßnahme kostet der Stadt keinen Cent. Sämtliche Kosten der Bauleitplanung für das Repowering sind vom Investor zu tragen“, erklärt Hennken, der auf steigende Steuereinnahmen hinweist, da mehr Strom produziert würde.

Das Repowering am Standort Aldrup würde die Leistungsfähigkeit der Windenergieanlagen quasi verzehnfachen und Wildeshausen bei der Unterstützung der Energiewende erheblich voranbringen, ist sich Hennken sicher. Er bittet Bürgermeister Jens Kuraschinski, sich dafür einzusetzen, dem Vorhaben doch noch zum Erfolg zu verhelfen. „Das Repowering der Windkraftanlagen in Aldrup steht im Einklang mit Deinen auf der Homepage veröffentlichen Standpunkten und den Wahlprogrammen der Mehrheit der zur Wahl antretenden Kandidaten“, schreibt Hennken. „Wir sollten gemeinsam daran arbeiten, unseren ,warmen Worten‘ zum Klimaschutz auch spürbare Taten folgen zu lassen“, schließt der offene Brief.

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