Zweites Unternehmerfrühstück

Vom neuen Kassensystem bis „Locafox“

Rund 30 Unternehmer begrüßte Claus Marx (links) zum Frühstück im „Alten Amtshaus“. - Foto: Dejo

Wildeshausen - Zu leckeren Brötchen, Rührei und Kaffee gab es auch noch reichlich Informationen: Zum zweiten Unternehmerfrühstück hatte Claus Marx, Wirtschaftsförderer der Stadt Wildeshausen, am Mittwoch ins Restaurant „Altes Amtshaus“ in der Kreisstadt eingeladen.

Unter dem Motto „Wie Ihr Unternehmen von der Digitalisierung profitieren kann“ berichten Michaela Schmidt und Thomas Lanzer von der Firma „microPLAN“ aus Wildeshausen über die neuen Kassensysteme, die zum 1. Januar kommenden Jahres eingeführt werden müssen.

Pia von de Lageweg und Marc Wiesenberg sprachen unter dem Motto „Locafox – Local 3-commerce als Chance für Wildeshausen“ über die Verknüpfung der Stärken des stationären Handels mit den Ansprüchen der Konsumenten, im Internet nach Produkten zu suchen und das lokale Warenangebot zu nutzen.

So sei es Fakt, dass die mobile Online-Nutzung immer beliebter werde. Und genau an diesem Punkt könne „Locafox“ ansetzen. „In diesem Zusammenhang laufen Überlegungen, die Innenstadt mit kostenlosem WLAN-Internetzugang auszustatten“, so Marx. So solle es jedem Kunden möglich sein, an jeder Stelle in der Kreisstadt im Internet zu recherchieren, welche Artikel er wo in Wildeshausen bekommt: „Die öffentliche Hand kann gute Rahmenbedingungen durch eine gute Infrastruktur schaffen, den Schritt zum Onlinehandel müssen aber die Unternehmen machen.“ Damit sprach er die Tatsache an, dass der Warenbestand kontinuierlich überprüft und im Netz aktualisiert werden müsse: „Es bringt nichts, wenn einem Kunden angezeigt wird, wo er zum Beispiel eine Jeans bekommt, und im Geschäft wird ihm gesagt, dass sie ausverkauft ist.“

Mit einer Übergangszeit bis 2020 müssen ab Januar die Kassensysteme umgestellt werden. Hier machten die Fachleute deutlich, dass dann neue Grundsätze zur ordnungsmäßigen Führung und Aufbewahrung von Büchern und dergleichen in elektronischer Form in Kraft treten. Diese müssen für zehn Jahre archiviert und der Datenzugriff durch die Finanzbehörden gewährleistet werden. Anhand von zwei Systemen stellten van de Lageweg und Wiesenberg die nötigen Schnittstellen vor, um die künftigen Vorgaben hinreichend zu erfüllen. 

jd

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