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Neue Windräder und Gewerbe bei Aldrup

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Von: Dierk Rohdenburg

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Windenergieanlagen in Aldrup: Das Repowering stößt nun auf Zustimmung.
Windenergieanlagen in Aldrup: Das Repowering stößt nun auf Zustimmung. © dr

Lange gab es Widerstand gegen das Repowering von zwei Windrädern bei Aldrup in der Wildeshauser Landgemeinde. Nun geht es voran.

Aldrup – Drehen sich bald in Aldrup in der Nähe des Unternehmens Agrarfrost drei moderne Windräder? Die Chancen standen noch nie so gut wie jetzt, denn mittlerweile hat der kartoffelverarbeitende Betrieb seinen Widerstand gegen ein Repowering der beiden bestehenden Anlagen aufgegeben (wir berichteten).

„Eine erfreuliche Änderung“, erklärte Bauausschussvorsitzender Stephan Dieckmann (SPD) am Donnerstagabend. „Mittlerweile gibt es sogar den Wunsch nach einer dritten Anlage.“

Das wunderte Karl Schulze Temming-Hanhoff (fraktionslos) nicht. „Agrarfrost hat Probleme, Gas zu bekommen. Das Unternehmen hofft, durch die dritte Anlage Strom zu erhalten“, erklärte er, warum der benachbarte Betrieb seinen jahrelangen Widerstand gegen ein Repowering aufgegeben hat.

Mehrmals hatte es schon Anläufe gegeben, die bestehenden zwei Anlagen gegen deutlich stärkere auszutauschen. Jedes Mal war die Aufstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplanes im nicht öffentlich tagenden Verwaltungsausschuss gescheitert. Grundsätzlich gibt es in der Politik Zustimmung zu einem Repowering in Aldrup. Den Plan, eine dritte Anlage zu errichten, wollen einige Bauausschussmitglieder jedoch mit Vorsicht behandeln. Dieses Windrad würde nämlich möglicherweise auf Potenzialflächen für neue oder weitere Gewerbe- und Industriegebiete stehen müssen. „Das müssen wir sehr genau abwägen“, betonte Rainer Kolloge (UWG). Der Stadt mangele es schließlich andernorts an Flächen und deshalb sollte man sich eine Entwicklung an der Stelle nicht durch Windenergieanlagen verbauen.

„Was lange währt, wird endlich gut“, fand Günter Lübke („Pro Wildeshausen“). „Der Standort war von Anfang an geeignet.“

Sollte sich der Verwaltungsausschuss diesmal der Empfehlung aus dem Bauausschuss anschließen, wird das Repoweringverfahren wieder aufgenommen. Zudem soll die Verwaltung die Fortsetzung des Verfahrens mit einer weiteren Windkraftanlage mit dem Vorhabenträger abstimmen. Begleitend soll eine städtebauliche Entwicklung im angrenzenden Bereich in Aldrup auf die Ausweisung von neuen Gewerbe- und Industrieflächen hin geprüft werden.

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