Neue Verkehrsregelungen sorgen insbesondere Eltern/ Schulbeginn wird spannend

Radfahrer auf der Straße mit mulmigem Gefühl unterwegs

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Für Radfahrer gibt es nun einen separaten Streifen, der nach Möglichkeit von Kraftfahrzeugen nicht befahren werden soll.

Wildeshausen - Von Dierk Rohdenburg. Vor wenigen Wochen wurde in der Wildeshauser Innenstadt das neue Radwegekonzept neu umgesetzt. Wesentliche Änderungen sind die Aufhebung der Radwegbenutzungspflicht auf Hauptstraßen und damit die Möglichkeit, auf der Fahrbahn unterwegs sein zu dürfen. Insbesondere bei Radfahrern sorgt das für ein mulmiges Gefühl, wenn sie sich die Straße mit Lastwagen und Autos teilen müssen.

Betroffen von den Änderungen, die in den städtischen Ausschüssen lange diskutiert wurden, sind der Kreuzungsbereich Ahlhorner Straße/Visbeker Straße, Heemstraße/Deekenstraße sowie Teile der Deekenstraße, der Visbeker Straße und der Ahlhorner Straße. Wie sich das neue Konzept bewährt, dürfte sich zeigen, wenn die Schule wieder beginnt und es am Morgen später hell wird als in den Sommermonaten.

Die Führung des Radverkehrs erfolgt beispielsweise auf der Ahlhorner Straße mit beidseitigen Schutzstreifen, auf der Deekenstraße und der Visbeker Straße im Mischverkehr auf der Fahrbahn. Auf den mit dem Zusatzschild „Radfahrer frei“ beschilderten Gehwegen ist das Radfahren weiterhin erlaubt, aber nicht vorgeschrieben. Radfahrer können somit Fahrbahn und Gehweg nutzen, müssen aber auf dem Gehweg besonders auf die Fußgänger achten. Wichtig ist, dass der Schutzstreifen auf der Ahlhorner Straße von Kraftfahrzeugen nur bei Bedarf und ohne Gefährdung des Radverkehrs überfahren werden darf. Halten ist dort erlaubt, Parken ist verboten.

Das Miteinander bedarf aber auf jeden Fall der Übung. Die Sorgen insbesondere von Eltern sind groß. „Ich weiß, dass ich die Wege nie benutzen werde. Das finde ich bei diesem Verkehrsaufkommen viel zu gefährlich“, äußert sich eine Wildeshauserin bei Facebook. „Gerade Kinder, die teilweise noch ein wenig wacklig fahren, sind gefährdet.“

Andere sehen die Maßnahmen eher positiv. „Als Radfahrer bin ich begeistert“, heißt es da. „Es war schon nervig, auf der Ahlhorner Straße in Richtung Westring zu fahren und jede Einfahrt rauf und runter zu müssen. Allerdings ist mir heute auf der Straße ziemlich mulmig geworden, als ein Laster von vorne kam und mich ein Auto überholt hat. Das muss unbedingt noch einmal überdacht werden.“

Während einige das Gefühl haben, dass es manchmal ganz schön eng wird, finden andere: „Wenn man einigermaßen fahren kann, ist es kein Problem, noch in der Spur zu bleiben.“ Oder: „In anderen Städten funktioniert das auch bestens. Es besteht doch weiterhin die Möglichkeit, auf dem Fußweg zu fahren.“

Komplett verboten ist jetzt für den Kraftfahrzeugverkehr, von der Westerstraße aus kommend, nach links auf die Deekenstraße abzubiegen. Dort wurde ein Fahrbahnteiler installiert, der das Queren der Fahrbahn für Fußgänger erleichtert. Ziel ist es, die oft kritischen Situationen zu vermeiden, wenn Radfahrer und Fußgänger die Deekenstraße überqueren wollen.

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