13 neue Streitschlichter an der Wallschule/„Ich möchte den Schülern helfen“

Kindgerechte Lösungen werden herbeigeführt

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Die neuen Streitschlichter haben sich gestern mit einem Rollenspiel den Zweitklässlern vorgestellt.

Wildeshausen - Von Joachim Decker. Da waren sich alle einig: Sie wollen in Zukunft ihren Mitschülern helfen, wenn sie mit anderen Streit haben. Insgesamt 13 neue Streitschlichter aus den dritten Klassen gibt es jetzt an der Wildeshauser Wallschule. Zwölf von ihnen waren gestern anwesend und konnten ihre Urkunden entgegennehmen.

In der Aula stellten sich die neuen Streitschlichter den Zweitklässlern vor, um sie dafür zu gewinnen, im kommenden Schuljahr die Streitschlichter-AG von Ebba Ache und Susanne Paul zu besuchen, um sich ausbilden zu lassen.

Aber nicht nur das, denn im Rahmen eines Rollenspiels zeigten die Schüler, wie eine Streitschlichtung über die Bühne geht. „Ich möchte Kindern helfen, ihren Streit zu klären“, erzählte der neunjährige Derk aus der Klasse 3a. Es komme immer wieder mal vor, dass sich die Schüler streiten: „Wir müssen dann mit beiden reden, um zu sehen, warum sie sich streiten. Gemeinsam versuchen wir dann, sie dazu zu bringen, sich wieder zu vertragen.“ Wer Probleme habe, könne einen Zettel an eine Säule in der Schule hängen, um einen Termin mit den Streitschlichtern zu vereinbaren: „Wir sind dann immer zu zweit, wenn wir mit den Schülern reden.“

Bereits zum sechsten Mal wurden Streitschlichter an der Wallschule ausgebildet. „Ihre Aufgabe besteht darin, die Mitschüler in einem Streitfall schlichtend zu unterstützen“, erzählte Ache. Ein Vorteil sei ganz klar, dass Kinder sich oft besser von Gleichaltrigen verstanden fühlten: „Dadurch können dann auch die Lösungen kindgerecht gewählt werden und sind für sie leicht umsetzbar.“

Die Ausbildung erfolgte in der AG, die alle zwei Wochen für zwei Stunden zusammenkam. Sie gliederte sich in mehrere Einheiten, in denen die Stufen der Mediation erlernt wurden. „Altersgerecht wechselten sich dabei Spiele zum Kennenlernen, Aufwärmen und zur Förderung des Selbstwertgefühls mit Kommunikationsübungen und Rollenspielen ab“, erklärte Ache. Die Kinder hätten schon dabei gezeigt, dass sie ihrer Sache durchaus gewachsen sind.

Allerdings wurden auch außerschulische Lernorte aufgesucht. So stand eine Zwei-Tages-Fahrt am Anfang der Ausbildung auf dem Programm, damit sich die Kinder als zukünftige Teamkollegen kennenlernen und austauschen konnten. Zudem lernten die Schüler während eines Reitvergnügens Einfühlungsvermögen, Durchsetzung, führen können und Ruhe in der Arbeit – zunächst mit den Pferden.

Die außerschulischen Maßnahmen wurden mit 500 Euro von der Exxon-Mobil unterstützt.

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