„Wild Rock Concerts“ lädt ein

Neue „Rock gegen Rechts“-Initiative im „Kayserhaus“ 

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Ausgerechnet am 20. April greifen Angelika Stelter (l.) und Bernd Spille die Idee einer Konzertreihe gegen Rechts in Wildeshausen wieder auf.

Wildeshausen - Von Katia Backhaus. Seit mehr als sechs Jahren hat es kein Konzert gegen Rechts in Wildeshausen mehr gegeben. Für Karsamstag, 20. April, hat das Team von „Wild Rock Concerts“ nun die Veranstaltung „Easter Rock gegen Rechts“ im „Kayserhaus“ angekündigt. Sie könnte der Auftakt für eine neue Konzertreihe sein, sagt Eventmanagerin Angelika Stelter. Für das Team von „Wild Rock Concerts“ ist es die erste Veranstaltung dieser Art. „Jetzt ist es an der Zeit“, sagt Stelter. Passend findet sie auch den Termin: Der 20. April ist der Geburtstag Adolf Hitlers.

Die Geschichte der „Rock gegen Rechts“-Konzerte in Wildeshausen ist wechselhaft. Im Juli 2011 lud der städtische Arbeitskreis „Bunt statt Braun“ zusammen mit dem Jugendparlament Wildeshausen, dem Deutschen Gewerkschaftsbund sowie der Mediengruppe Kreiszeitung zu einem Konzert mit drei Bands ein. Ein „Rock gegen Rechts“-Festival, das für Mai 2012 geplant war, fiel jedoch ins Wasser. Der damalige Bürgermeister Kian Shahidi hatte Alkohol bei der Veranstaltung verboten – auch für Erwachsene. Daraufhin sagte der Alleinveranstalter „Bunt statt Braun“ das Konzert kurzfristig ab. Der Arbeitskreis kritisierte, der städtischen Verwaltung sei „offensichtlich das Alkoholverbot für Erwachsene wichtiger als das zivilgesellschaftliche Engagement gegen Rassismus und Gewalt“.

Im Januar 2013 lud das neu gegründete Bündnis „Mit Courage gegen Rechts“ (MiCou) unter dem Motto „AufMUCKen gegen Rechts“ zu einem Konzert ein. Zu den MiCou-Organisatorinnen gehörte auch Kreszentia Flauger, die inzwischen für die Linke im Stadtrat sitzt. Eine regelmäßige Veranstaltungsreihe sei damals gar nicht geplant gewesen, erklärt sie auf Nachfrage. Es habe schlicht niemanden gegeben, der nach 2013 noch einmal ein Konzert gegen Rechts organisiert habe. Dass es jetzt wieder eine Initiative dafür gebe, finde sie sehr gut.

Ein politisches Zeichen setzen

Stelter und ihr Team – Jessica Bahrs, Bernd Spille und Sebastian Twele – wollen mit dem Konzert ein politisches Zeichen setzen und hoffen auf großes lokales Interesse. Die Veranstaltung ist auf erwachsene Besucher ausgerichtet, der Zutritt erst ab 16 Jahren erlaubt. Angekündigt sind drei Bands: „Mundane“ (Verden/Grunge), „Allzeit Genossen“ (Wildeshausen/Rock) und „Blue Sky Theory“ (Bremen/Modern Alternative Metal). Letztere springen nach deren Absage für „We are Riot“ (Bremen) ein.

Die Karten kosten an der Abendkasse bis 21 Uhr acht, danach zehn Euro. Einen Vorverkauf gibt es nicht. Kooperationspartner „Wild City Ink“ will an dem Abend eine Tattoo-Verlosungsaktion anbieten. Mit einem Info-Stand ist zudem die Wildeshauser Aktionsgruppe Seebrücke, die sich für sichere Fluchtwege über das Mittelmeer einsetzt, vor Ort.

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