Martina Zahl offiziell ernannt

„Neue“ Rektorin der Hunteschule in Wildeshausen ist schon drei Jahre im Amt

Vor dem neuen Schulgebäude: Karl-Heinz Book (Landesschulbehörde, von links), Martina Zahl (neue Rektorin) und Maik Ehlers (Schulamt, Landkreis Oldenburg)
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Vor dem neuen Schulgebäude: Karl-Heinz Book (Landesschulbehörde, von links), Martina Zahl (neue Rektorin) und Maik Ehlers (Schulamt, Landkreis Oldenburg)

Drei Jahre hat Martina Zahl die Wildeshauser Hunteschule kommissarisch geleitet. Jetzt ist sie offiziell zur Rektorin ernannt worden.

Martina Zahl ist die neue Rektorin der Hunteschule in Wildeshausen. Am Montagvormittag wurde sie offiziell ernannt. Gut, das Wort „neu“ ist an dieser Stelle vielleicht nicht ganz zutreffend, schließlich macht die 45-Jährige ihren Job schon seit drei Jahren. So lange hat die Landesschulbehörde allerdings gebraucht, um aus der „kommissarischen Schulleiterin“ eine richtige Rektorin zu machen.

Im Sommer 2018 war der bisherige Chef Thomas Trüper etwas überraschend zum „Regionalen Beratungs- und Unterstützungszentrum Inklusive Schule“ im Landkreis Oldenburg gewechselt. Konrektorin Zahl rückte nach.

Seit Mitte 2018 trägt Martina Zahl die Verantwortung

„Die Ernennung zur Rektorin hatte nicht erste Priorität“, gestand Dezernent Karl-Heinz Book, der die lange Dauer auch der Zukunftsdiskussion um die Förderschulen zuschrieb. Bekanntlich sollen diese 2028 auslaufen – allerdings wird kommendes Jahr in Niedersachsen gewählt, sodass sich das noch ändern könnte. „Der Vorgang hat subkutan geschmurgelt und ist durch die Verwaltungsnischen gegangen“, kommentierte Book die überaus lange Ernennungszeit durchaus bissig. Weiter wollte er sich aber nicht dazu äußern. Finanzielle Gründe gab es auf jeden Fall nicht, denn das Gehalt von Zahl ist mit der offiziellen Ernennung nicht angehoben worden. Und einen neuen Konrektor wird es auch nicht geben, denn dafür müsste es mehr als 90 Schüler geben.

Zurzeit besuchen 76 Jugendliche die Förderschule, die an die Dr.-Pickart-Straße umgezogen ist. Und im ehemaligen Gebäude der IGS Spasche ist noch einiges zu tun. Bis zum ersten Schultag, der ja schon Donnerstag, 2. September, ist, müssen noch viele Kartons ausgepackt und Räume eingerichtet werden. Die provisorische Busschleife vorm Gebäude ist nahezu fertig. Wie berichtet, hofft die Stadt Wildeshausen auf Fördergelder und hat bis zur Bewilligung eine Übergangslösung mit Schotter bauen lassen. Auf dem Außengelände ist sonst aber auch noch genug zu tun, denn noch sind die Spielgeräte vom Pausenhof an der Heemstraße nicht aufgebaut worden.

Hier halten die Schulbusse: Die Stadt Wildeshausen hat eine provisorische Schleife vor der Hunteschule angelegt. Die Fläche ist mit Schotter befestigt, der einer dauerhaften Lösung weichen soll, wenn es Fördergelder gibt.

Und auch eine andere Baustelle ist noch offen: Obwohl der Landkreis Oldenburg als Schulträger seit rund einem halben Jahr wegen des Internet- und Telefonanschlusses mit dem Oldenburger Versorger EWE im Gespräch ist, funktioniert beides noch nicht. Ein neues Glasfaserkabel ist zwar verlegt worden, aber der Endanschluss steht aus. Fraglich, ob das bis zum Schulstart klappt.

Wenn dann irgendwann alles läuft, werde die Hunteschule hoffentlich in ruhiges Fahrwasser kommen, meinte Maik Ehlers vom Kreis-Schulamt. Er sei zufrieden mit dem neuen Standort, der besser als die ehemaligen Räume der St.-Peter-Schule sei. „Wir hätten uns diese Lösung gerne frühzeitiger gewünscht“, meinte Ehlers und sprach davon, dass der Streit um den Schultausch auf dem Rücken der Hunteschule ausgetragen worden sei. „So war es eine sehr aufregende und zum Teil auch unangenehme Zeit“, sagte er und richtete sich dabei an die Lehrer sowie die neue Rektorin.

Kollegen gratulieren mit Applaus

Dass Zahl die richtige Person für den nicht immer einfachen Job ist, daran ließ Book allerdings keine Zweifel. Der Dezernent der Landesschulbehörde lobte ihren Einsatz. „Für dich ist die Hunteschule eine Herzensangelegenheit. Du hast dafür gebrannt und brennst immer noch dafür.“ Auch von den Kollegen gab es Applaus bei der Ernennung. Zahl habe die lange Wartezeit klaglos überstanden, „obwohl ich mir ziemlich sicher bin, dass es nervig für dich war“. Aber das gehört nun ja der Vergangenheit an. Übrigens genauso wie Book, der mit Ablauf des Augusts aus seinem Amt als Dezernent der Landesschulbehörde ausscheiden und in Pension gehen wird.

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