Vier Angestellte am Stellmacherplatz

Neue Räume für das Standesamt

Jens Kuraschinski, Ursula Kellermann, Christa Kamphaus und Heidi Rösler (v.l.) öffnen die Tür der neuen Abteilung. - Foto: dr

Wildeshausen - Wer sich trauen lassen möchte, geht am besten jetzt hintenherum ins Stadthaus. Nicht weil er etwas verheimlichen möchte, sondern weil seit wenigen Tagen dort, wo früher das Ratscafé war, das Standesamt und die Wohngeldstelle von Wildeshausen angesiedelt sind. Am Donnerstag wurden die neuen Räume mit bis zu sechs Arbeitsplätzen feierlich eingeweiht. Ursula Kellermann, Heidi Rösler, Karl-Heinz Mucker und Christa Kamphaus haben nun helle, moderne Zimmer, die ein optimales Umfeld bieten, um unter anderem heiratswillige Paare zu beraten.

Bürgermeister Jens Kuraschinski erinnerte in einer kurzen Ansprache daran, dass es im Jahr 1990 bei der Einweihung des Stadthauses noch Reserven gegeben hatte. So war dort in der Anfangszeit sogar noch das Arbeitsamt beheimatet.

Mit den zunehmenden Aufgaben stieg auch der Platzbedarf enorm. „Mitte vergangenen Jahres hatten wir extremen Handlungszwang“, so Kuraschinski, der sich bei Evelyn Goosmann (SPD) und Wolfgang Sasse (CDU) stellvertretend für den Rat bedankte, dass für die Einrichtung der Räume 88.000 Euro zur Verfügung gestellt wurden.

Die Baumaßnahme begann am 14. März unter der Leitung des Architektenbüros Rolwes, Hauth und Jacobi und war am 12. Mai beendet. Die Ausgaben konnte sogar um ein paar Tausend Euro gedrückt werden, die letzten Rechnungen sind aber noch nicht bezahlt.

Die Gesamtfläche der Abteilung im Erdgeschoss beträgt rund 80 Quadratmeter, die Büroräume haben eine Größe von rund 65 Quadratmetern. Zu den Aufgaben der Handwerker gehörten der Abbruch und Rückbau der abgehängten Decken, des Bodenbelags und der Einrichtung. Die Elektroinstallation wurde ebenso erneuert wie die Akustikdecke mit Rasterleuchten, die EDV-Verbindungen, die Lüftungsanlage und die Teppiche. Nun müssen eigentlich nur noch die Fensterscheiben foliert werden, da die Arbeit im Standesamt und in der Wohngeldstelle nicht für alle Augen offen sein soll.

„Wir haben tolle Arbeitsplätze gewonnen“, freute sich Kuraschinski. Die ehemaligen Standesamtsräume würden schnell von anderen Mitarbeitern belegt. So sei unter anderem der Aufwand für die Flüchtlingsbetreuung extrem gestiegen. - dr

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