Altes Instrument wird vor Ostern aus der Alexanderkirche entfernt

Neue Orgel spart die Rosette aus

Markus Löwe, Gerald Woehl, Natalia Gvzdkova und Claudius MayWoehl (v.l.) vor dem Modell der neuen Orgel, die den Blick auf die Rosette ausspart. Foto: kirche

Wildeshausen – Kurz vor dem Osterfest 2020 soll die Kleuker-Orgel der Wildeshauser Alexanderkirche innerhalb von fünf Tagen abmontiert werden. Handwerker aus Polen möchten das Instrument gründlich renovieren und in einem Kirchenneubau rund 100 Kilometer von Danzig wieder aufbauen. So schnell wie möglich beginnt daraufhin Orgelbauer Gerald Woehl mit der Installation des neuen Instruments im Wildeshauser Gotteshaus, berichtete Pastor Markus Löwe im Rahmen eines Pressegesprächs am Donnerstag.

Doch schon jetzt werden viele Teile in der Werkstatt von Woehl in Marburg hergestellt. Löwe und Natalia Gvozdkova, Orgelsachverständige der Oldenburger Landeskirche, überzeugten sich Anfang der Woche davon, dass der Zeitplan eingehalten wird. So begutachteten die beiden mehrere Windladen von Manual eins und zwei. Auf ihnen stehen später die meisten Pfeifen.

„Alles ist Handfertigung aus verschiedenen Hölzern“, berichtete Löwe anerkennend. Die Orgel habe ganz speziell für die Alexanderkirche Sondermaße, da sie so auf der Empore aufgebaut werde, dass die Rosette über dem Eingang voll zur Geltung komme. „Sie wird von verschiedenen Stellen in der Kirche sehr gut zu sehen sein“, kündigte Löwe an. Weil nicht alle Orgeln senkrecht auf die Empore passen, werden die längsten Exemplare (5,60 Meter) nach Auskunft von Kantor Ralf Grössler zudem liegend installiert. Schon jetzt seien viele der Windkanäle sowie Blasebälge für die Pfeifen gefertigt worden.

Sobald die alte Orgel entfernt ist, beginnen die Arbeiten an der Empore. Unter anderem wird die Brüstung entfernt. Zudem muss ein Teil des Betonbodens weggenommen. „Alles unter der Aufsicht des kirchlichen sowie des staatlichen Denkmalschutzes“, erklärte Löwe. Schon jetzt würden übrigens Luft- und Feuchtigkeitsmessungen in der Kirche vorgenommen, um später ein optimales Klima für die Orgel zu schaffen.

Bislang hat der Förderverein rund 850 000 Euro über Spenden und Zuwendungen von Stiftungen eingenommen. Die Kosten für die Umgestaltung der Kirche belaufen sich voraussichtlich auf 875 000 Euro – zumindest, wenn nicht noch unerwartete Schwierigkeiten auftreten, die mehr Geld erfordern.

Unterdessen sind nach Angaben von Grössler 73 630 Euro über die Patenschaften für Pfeifen hereingekommen. Es gibt aber noch Patenschaften in fast allen Preisklassen (fünf bis 1 000 Euro) im Gesamtwert von 10 785 Euro. Am jetzigen Weihnachtsmarktwochenende können Interessierte vor Ort Patenschaften übernehmen und erhalten sofort die Urkunde sowie die Spendenbescheinigung. Wie die „ganz eigene Pfeife“ klingt, erfahren die Paten im Rahmen einer Sonderveranstaltung, bevor die Orgel offiziell eingeweiht wird. Der Termin steht allerdings noch nicht fest. Erhältlich sind zudem noch vier Radierungen des Wildeshauser Künstlers Hartmut R. Berlinicke mit dem Titel „...und du sollst ein Segen sein“. Sie kosten jeweils 200 Euro.  dr

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