Bau soll bis zum Sommerferienbeginn abgeschlossen sein / Helle Räume bieten viel Platz

Neue Mensa ist bald fertig

Sieht schon ziemlich fertig aus: Schulleiter Andreas Langen (r.) und sein Stellvertreter Karsten Sudholz vor dem neuen Multifunktionsgebäude. Fotos: Backhaus

Wildeshausen - Von Katia Backhaus. Rektor Andreas Langen ist ehrlich begeistert über den Anbau an das Gymnasium Wildeshausen: „Man muss wirklich sagen: Das wird ein Schmuckkästchen.“ Bis zu den Sommerferien soll der 4,88 Millionen Euro teure Bau, den der Landkreis errichten lässt, fertig sein. Die Arbeiten hatten im Herbst 2018 begonnen. In dem Haus findet nicht nur eine Mensa für die Ganztagskinder Platz, auch neun Klassen- und zwei Gruppenräume sowie eine Lernlandschaft sollen entstehen. Außerdem erhält die Oberstufe ein eigenes Domizil.

Der große, offene Essbereich ist dabei der Hingucker des Gebäudes, das sich äußerlich passend zum Rest des Gymnasiums zeigt. Da an der großen Terrasse vor dem Haupteingang noch gearbeitet wird, beginnt der Baustellenrundgang an einer Nebentür, die in die Mitte der Mensa führt. Im Vergleich zur Cafeteria im alten Gebäude, bei der die Tische auf dem Flur stünden und so laut stellvertretendem Schulleiter Karsten Sudholz eine gewisse „Bahnhofsatmosphäre“ erzeugten, ist bereits zu erkennen, dass die Kinder und Jugendlichen künftig ihr Essen in heller und angenehmer Umgebung einnehmen werden. Zwei der vier Wände sind mit bodentiefen Fenstern ausgestattet.

An einem Ende des großen Raums ist die Essensausgabe platziert, dahinter liegen Küche und Kühllager. Ein kleiner Kiosk soll das Angebot ergänzen. Dabei sei das Motto, möglichst Frisches, Regionales und Gesundes anzubieten, erläutert Sudholz. Was genau es geben soll und wer dafür zuständig sein wird, sei noch offen. In einem Mensaausschuss wollen aber Lehrkräfte, Eltern und Schüler gemeinsam überlegen, was auf den Tisch und in den Verkauf kommen soll. Brötchen und Snacks, aber möglichst keine Süßigkeiten, verschiedene warme Gerichte zur freien Auswahl – ungefähr so stellt Sudholz sich das vor.

Der Essbereich kann vermietet werden

Um dem Raum Flair zu verleihen, sollen zur Einrichtung neben normalen Gruppentischen auch Stehtische und Lounge-Möbel gehören. Für Letztere ist auf der kleinen Empore Platz, die an der Längsseite des Raums aufgebaut wird. Auch ein Beamer soll bald von der Decke hängen. Das deutet bereits darauf hin, dass nicht nur mittags Betrieb in der Mensa sein soll: Der Raum sei vom Rest des Gebäudes abtrennbar und damit zur Vermietung für Vereine, Veranstaltungen oder besondere Aktionen der Schülerschaft geeignet. „Er ist nicht nur für uns, sondern wird auch der Stadt zurückgegeben“, beschreibt Rektor Langen die Idee dahinter.

Durch einen Flur geht es vom Essbereich in den schulischen Teil des Gebäudes. Im Erdgeschoss sind vier Klassenzimmer sowie ein Gruppenraum eingeplant. Auch sie sind dank vieler Fenster hell und bieten jeweils etwa 70 Quadratmeter Platz. Im ersten Stock sollen weitere fünf Klassen unterkommen, auch ein Gruppen- und ein Oberstufenraum sind dort vorgesehen.

Und dann ist da noch die Lernlandschaft: Der rund 170 Quadratmeter große, L-förmige Bereich wird laut Sudholz mit vielen verschiedenen Elementen eingerichtet. Sie sollen den Kindern und Jugendlichen ermöglichen, in Kleingruppen zu arbeiten und Sitzgelegenheiten, Trennwände und Ähnliches so zu drapieren, wie es für sie passend ist. Dieses Raumkonzept sieht Langen, der das Gymnasium erst seit Kurzem leitet und deshalb erst mit der Endphase in den Bauprozess eingestiegen ist, als besonders wichtig an: „Ich bin tief beeindruckt.“

Auch im Ganzen bieten die zusätzlichen Räumlichkeiten viel Potenzial: Das gesamte Haus sei barrierefrei angelegt. Zudem sei es möglich, bei Bedarf aufzustocken, erklärt Sudholz. Noch ist jedoch genug Platz: Er und Langen hoffen, dass die Kinder und Jugendlichen den Neubau nach den Sommerferien trotz der Corona-Pandemie betreten dürfen. „Wir sind von Zuversicht geprägt“, sagt der Schulleiter.

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