Fischereiverein Wildeshausen sorgt für große Sohle in der Hunte

Neue Laichgelegenheit für Lachse

An der Hunte: Marco Kuhn, Ira Zylka, Henning Meyer, Ralf Siemer, Jens Kuraschinski, Stephanie Siefken-Hahn, Tim Kreyenschmidt und Christian Grensemann (v.l.).
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An der Hunte: Marco Kuhn, Ira Zylka, Henning Meyer, Ralf Siemer, Jens Kuraschinski, Stephanie Siefken-Hahn, Tim Kreyenschmidt und Christian Grensemann (v.l.).

Wildeshausen – Mit einem bislang einmaligen vereinsinitiierten Maßnahmenprojekt soll bis Anfang nächster Woche die Sohlstruktur der Hunte in Wildeshausen in der Nähe des Alt-Arms Aschenbeck verbessert werden. Ziel der Aktion, bei der 400 Tonnen Kartoffellese-Steine über 25 Meter auf dem Huntegrund verteilt werden, ist es, bessere Laichbedingungen für Meerforellen und Lachse zu schaffen.

„Wir haben festgestellt, dass es nicht genügend sichere Laichplätze in der Hunte gibt“, so der Naturschutz- und Umweltbeauftragte des Fischereivereins Wildeshausen, Ralf Siemer. Der Verein habe die Sohlstruktur in kleineren Gewässern wie dem Altonaer Mühlbach bereits verbessert. „Aber die Hunte ist schon ein größeres Kaliber“, so Siemer.

Es gelang den Anglern, Ira Zylka von der Huntewasseracht und Stephanie Siefken-Hahn vom Landkreis Oldenburg für die Idee zu gewinnen und Fördermittel beim Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz einzuwerben. 90 Prozent der Kosten in Höhe von 20.000 Euro trägt nun das Land und zehn Prozent übernimmt der Fischereiverein aus seinem eigenen Sponsoringprogramm für Wandersalmoniden.

„Die Maßnahme kommt vielen Tieren zugute“, sagt Siemer. In der Sohle siedelten sich kleine Krebstiere an und legten Insekten ihre Eier ab. Die Larven lebten dort und böten Nahrung für in der Sohle geschlüpfte Jungfische, die widerum Beute für den Eisvogel, den Komoran oder den Otter seien. Im Dezember könne man erstmalig feststellen, ob die Sohle auch von den aus der Nordsee zurückkehrenden Lachsen angenommen werde.

Weitere Kiesbänke für die Hunte geplant

Weil der Hunte in der Vergangenheit zahlreiche Alt-Arme abgetrennt wurden, ist nach Angaben von Zylka die Fließgeschwindigkeit deutlich höher als früher. Die Hunte sei wegen der starken Erosion bis zu 1,50 Meter unterhalb des ursprünglichen Niveaus. Im Rahmen eines Flora-Fauna-Habitat-Management-Planes sei nun anvisiert, im Bereich der Hunte fünf weitere Kiesbänke anzulegen. „Es muss etwas passieren“, so Siemer.

„Das ist auch voll im Interesse des Landkreises“, bestätigte Siefken-Hahn. Und Wildeshausens Bürgermeister Jens Kuraschinski bescheinigte dem Fischereiverein, dass dieser auf dem städtischen Gebiet an der Hunte einen „tollen Job“ für den Natschutz macht.  

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