Fachausschuss empfiehlt Ausbau für 267.500 Euro

Neue Krippe in Kleinenkneten als Kindergartenanbau

Aufschwung für den Kindergarten in Kleinenkneten? Hier könnte es bald eine neue Krippengruppe geben.

Wildeshausen - Von Dierk Rohdenburg. Im Landkindergarten „Regenbogen“ in Kleinenkneten soll es bald die „große Lösung“ geben. Laut der Empfehlung durch den Fachausschuss von Mittwochabend wird dort nun der Anbau einer Krippengruppe geplant. Somit hätte die Einrichtung voraussichtlich ab 2019 eine Kindergarten- und eine Krippengruppe für insgesamt 53 Kinder. Allerdings fehlen noch das positive Votum des Rates und die finanzielle Absicherung im Haushaltsplan, der bald beraten wird.

Ursprünglich hatte sich die SPD-Fraktion „nur“ für die Einrichtung einer altersübergreifenden Kindergartengruppe mit Krippe in Kleinenkneten eingesetzt. Angesichts der Tatsache, dass neue Krippenplätze aber zulasten von Kindergartenplätzen gehen würden und gleichzeitig in Wildeshausen ein großer Bedarf an Krippenplätzen besteht, war den Mitgliedern des Ausschusses für Ordnung, Soziales und Familie schnell klar, dass kleine Umbauten und eine altersübergreifende Gruppe keine nachhaltige Lösung bringen können.

Auf Wunsch von Stefan Brors (CDU) in der vorangegangenen Ausschusssitzung vor wenigen Wochen war jetzt ermittelt worden, was die Erweiterung um eine Krippengruppe kosten würde. Die Verwaltung hatte dafür 267 500 Euro veranschlagt, wenn auch ein neuer Küchenbereich inklusive Einrichtung geschaffen wird. Baudezernent Manfred Meyer hatte sich die Immobilie angesehen und festgestellt, dass der Anbau „abgängig“ ist. Er gehe davon aus, dass bei genauerer Prüfung im Rahmen einer Umwandlung des Gebäudes diverse Anforderungen zu erfüllen seien, die eine Sanierung erforderten. Das würde auch kostspielig werden, ließ Meyer durchblicken.

Im Kindergarten sind die Waschbecken auf dem Flur, der Anbau (rechts) ist sanierungsbedürftig. - Fotos: Rohdenburg

„Wir haben einen zusätzlichen Krippenbedarf, also sollten wir die große Lösung umsetzen“, betonte Brors. Und Günter Lübke (CDU) betonte, seine Fraktion könne in einer altersübergreifenden Kindergartengruppe keinen Sinn erkennen. „Wir wollen die große Lösung mit Krippe. Das ist auch der Standortsicherung zuträglich. Ich denke, Eltern entscheiden sich ganz gezielt für die Landgemeinde Kleinenkneten – das auch wegen benachbarter Firmenstandorte.“

„Es spricht alles für die große Lösung“, so Vera Debicki (SPD). Dafür bekomme man dann ja Zuschüsse. Der Ausschuss empfahl, die Haushaltsmittel zur Finanzierung der baulichen Maßnahmen einzustellen, die Betriebskosten müssten dann ab 2019 im Haushalt veranschlagt werden, da früher nicht mit einem Start des ausgebauten Kindergartens zu rechnen ist.

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