SPD-Mitglieder besuchen Ortsgruppe 

Neue Bleibe für die DLRG?

Mitglieder der DLRGführten die Gäste durch die Räume des Vereisnheimes. - Foto: Nosthoff

Wildeshausen - Von Anja Nosthoff. Zu Gast im Vereinsheim der DLRG-Ortsgruppe Wildeshausen waren am Montagabend die Wildeshauser SPD sowie alle Interessierten im Rahmen der SPD-Sommerradtour. Der DLRG-Vorsitzende Carsten Petermann führte die Besucher durch die Vereins- und Schulungsräumlichkeiten in der oberen Etage des ehemaligen Kindergartens an der Harpstedter Straße. Dort ist die DLRG-Ortsgruppe „übergangsweise“ untergebracht, seit sie den alten Vereinssitz am Krandelbad anlässlich der Baderneuerung räumen musste.

„Optimal für die DLRG wäre ein Vereinsheim, an das sich nicht nur der Schulungsraum, sondern auch eine Halle mit vier Räumen für die drei Fahrzeuge, das Motorboot und die zwei Schlauchboote direkt anschließt“, erklärten Petermann und Björn Barkemeyer.

„Uns ist wichtig, die Wünsche und Bedürfnisse der DLRG zu erfahren“, so die SPD-Fraktionsvorsitzende Evelyn Goosmann. Zurzeit stehen die Fahrzeuge und Boote der DLRG in einer Halle an der Glaner Straße, wo auch das DRK noch in zwei Räumen seinen Fahrzeugpark unterhält. Es plant den Umzug in die neue Halle am Bahnhof, sobald diese fertiggestellt ist. Die DLRG-Ortsgruppe wäre froh, wenn auch für sie bald eine Lösung für einen festen Standort gefunden werden könnte.

Die Nähe zum Krandelbad wäre wünschenswert – jedoch schwer zu realisieren, wie Petermann und Barkemeyer wissen. Am neuen Feuerwehrhaus in der Pagenmarsch würde es wohl zu eng werden. Die Feuerwehr brauche nun mal viel Platz und auch langfristig Erweiterungsmöglichkeiten. Barkemeyer betonte, dass für die DLRG ein Standort außerhalb von Wohngebieten ideal wäre. „Wenn wir von einem Einsatz kommen und die Motoren spülen müssen, gibt es Gestank und Krach.“

Der Schulungsraum muss mindestens 50 Quadratmeter haben, um Platz für große Erste-Hilfe-Schulungen für Firmen und die Stadt zu bieten. „In dieser Hinsicht ist die obere Etage hier ideal“, so Petermann. Dort befinden sich zudem der Vereinsraum, das Büro, eine kleine Küche sowie das Bad mit WC und Wanne zum Desinfizieren der Schutzkleidung. Der Bau einer für DLRG-Zwecke geeigneten Fahrzeughalle sei an dem Standort jedoch nicht möglich. „Ein 16-Meter-Gespann könnte hier kaum rangieren“, so Barkemeyer. Vielmehr würden die Ortsgruppe beispielsweise einen Neubau auf einem Grundstück im Gewerbegebiet bevorzugen. „Dort würden wir niemanden stören. So ein Gebäude muss außerdem nicht schön aussehen, sondern praktisch und günstig sein.“

Die DLRG ist im Landkreis für alle Rettungseinsätze zuständig, bei denen die Feuerwehr nicht in der Lage ist, zu helfen – das heißt zum Beispiel eben bei Wasserrettungen. Hierfür hat die DLRG sowohl die Spezialausrüstung als auch das speziell ausgebildetes Personal. Weiterhin engagiert sich die Wildeshauser Ortsgruppe für die Flüchtlingshilfe und ist überregional bei Katastrophenschutzeinsätzen sowie bei Absicherungen von Veranstaltungen und Regattabegleitungen aktiv. Problematisch ist die noch fehlende offizielle Beauftragung für Rettungseinsätze vom Landkreis. Ausschlaggebendes Kriterium dabei ist die Gesamtgröße der Wasserflächen im Landkreis. Durch die fehlende Beauftragung besteht für den Arbeitgeber jedoch auch keine Pflicht zur Freistellung der Rettungskräfte. Um Leben zu retten, müssen die DLRGler Urlaub nehmen.

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