Nun wird auch der letzte Teil des Kasernengeländes ein Wohngebiet

51 neue Baugrundstücke geplant

Bereits parzelliert ist das Baugebiet Stadtfelde. grafik: ssR

Wildeshausen – Bald dürften die Baufahrzeuge anrollen: Im Gebiet Stadtfelde, direkt neben dem Spascher Sand Resort in Wildeshausen, sollen in naher Zukunft 51 Baugrundstücke mit einer Gesamtgröße von 42 668 Quadratmetern erschlossen werden. Die größten Areale haben eine Fläche von rund 2 000 Quadratmetern, die kleinsten sind 600 Quadratmeter groß. Sie sind in einem Bereich geplant, der bisher ein Sondergebiet mit der Zweckbestimmung „Bildung und Gesundheit“ war. Der neue Bebauungsplan, der im beschleunigten Verfahren aufgestellt wird, hat zukünftig die Typen „allgemeines Wohngebiet“ und „Mischgebiet“.

Auf dem Areal, das früher zur Wittekindkaserne gehörte, könnte dann die Verwaltung des Spascher Sand-Resorts ebenso untergebracht werden wie ein Bäcker und weitere Dienstleister. Das ehemalige Verwaltungsgebäude der Bundeswehr soll zum Teil erhalten bleiben. Östlich davon werden bisherige Mischgebietsflächen ebenfalls zu einem allgemeinen Wohngebiet geändert.

Die neuen Bauflächen sollen sich von den gestalterischen Regeln an das sehr hochwertige Resort-Konzept anlehnen. Sie sind jedoch davon getrennt und auch nicht per Verbindungsstraße mit Kraftfahrzeugen erreichbar.

Der Ausschuss für Stadtplanung, Bau und Umwelt hatte am Dienstagabend sowohl den Erschließungsvertrag zwischen der Stadt und der Spascher Sand Immobilien GmbH als auch den Satzungsbeschluss für den Bebauungsplan durchgewunken. Am Donnerstagabend beschloss der Rat endgültig, so zu verfahren.

Mit dem Bauleitplanverfahren sind auch Änderungen der Lage und des Verlaufs der bislang festgesetzten Erschließungsstraßen verbunden. Diese sollen nach Fertigstellung der Stadt Wildeshausen übertragen und für die Nutzung durch die Allgemeinheit gewidmet werden.

Auf Anregung von Heiner Spille (UWG) wird die Verwaltung mit dem Investor darüber verhandeln, ob ein Fuß- und Radweg vom neuen Baugebiet zum Anemonenweg hergestellt wird. „Das wäre eine gute Verbindung zur Ahlhorner Straße und den Geschäften des Westrings.“

„Das ist sehr in unserem Interesse“, signalisierte Ingo Stritter als Geschäftsführer der Spascher Sand Immobilien GmbH schon am Dienstag seine Zustimmung. Auf weniger Gegenliebe in der Sitzung stieß der Antrag des fraktionslosen Ausschussmitgliedes Karl Schulze Temming-Hanhoff, den Beschluss zu vertagen, da er das niedersächsische Ministerium für Umwelt, Bauen, Energie und Klimaschutz um die Prüfung der Bauleitplanung gebeten habe.

Auch der Vorschlag von Temming-Hanhoff, die Entlastungsstraße planerisch vorzubereiten, wurde nicht aufgegriffen. „Das geht nur über eine Durchfahrt über das Bauhofgelände“, so der Ratsherr. „Wenn wir jetzt einen Satzungsbeschluss haben, dann ist die Chance, das zu realisieren für immer vorbei.“  dr

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