Voraussichtlich 14 Gruppen erforderlich

204 neue Babys: Stadt Wildeshausen braucht Krippenplätze

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An den Kindergarten Kleinenkneten soll eine neue Krippe angebaut werden. Dafür fehlt aber noch das positive Ratsvotum.

Wildeshausen - Die Zahl der in Wildeshausen geborenen und lebenden Babys steigt. Das geht aus der Statistik der Stadtverwaltung in der Kreisstadt hervor, die eine wesentliche Grundlage für die Kindertagesstättenbedarfsplanung ist. Die Zahlen sind insbesondere für die Krippenversorgung wichtig, in den Kindergärten stehen in den kommenden Jahren voraussichtlich genügend Plätze zur Verfügung.

Die Versorgung für Kinder ab drei und bis sechs Jahren ist in Wildeshausen unverändert gut. Das zeigt sich auch daran, dass einige Plätze in den Kindertagesstätten nicht besetzt sind. „Gleichwohl ist die weitere Entwicklung der Geburtenzahlen zu beobachten“, teilt die Stadtverwaltung mit.

Mit Stand 1. August verzeichnete der zuständige Fachbereich für das Kindergartenjahr 2014/15 170 Geburten in Wildeshausen. Im Kindergartenjahr 2016/17 sind es gar 196, und für 2016/17 zählt die Verwaltung 204 Babys.

Diese Kinder werden zunächst für Krippenplätze angemeldet, wenn die Eltern das wünschen. Grundsätzlich geht man von einer Bedarfsquote von 40 Prozent aus – gerechnet auf drei Jahrgänge. Wird dieser Annahme gefolgt, ergibt sich für Wildeshausen ein Bedarf von rund 220 Betreuungsplätzen.

„Zehn haben wir in Betrieb, zwei sind im Bau“

Laut Mitteilung des Landkreises kann davon ausgegangen werden, dass etwa 90 Prozent der erforderlichen Plätze in Kindertageseinrichtungen bereitgestellt werden und für etwa zehn Prozent der Kinder die Betreuung im Rahmen der Kindertagespflege (Tagesmütter oder andere Einrichtungen) gewährleistet wird. Derzeit sind es 25 Kinder, die so betreut werden. Somit rechnet die Stadt mit einem Bedarf von rund 200 Krippenplätzen, der von ihr abgedeckt werden muss.

Stefan Brors (CDU) geht rechnerisch davon aus, dass Wildeshausen 13,5 Krippen mit jeweils 15 Kindern benötigt. „Zehn haben wir in Betrieb, zwei sind im Bau. Es fehlt 2018 mindestens eine Gruppe“, stellte er fest. „Wir müssen zudem damit rechnen, dass im Lauf des Jahres noch Kinder dazukommen, die nicht in der Prognose eingerechnet sind“, betonte er im Fachausschuss. Dort wurde bereits empfohlen, im Kindergarten Regenbogen in Kleinenkneten eine weitere Gruppe einzurichten. Zudem ist im Haushaltsentwurf die Schaffung von zehn Plätzen in einer Großtagespflege eingeplant.

„Wir müssen nicht nervös werden“, so Thomas Johannes (UWG). Aber klar ist auch: „Wir brauchen Plätze auf Lücke und keine Warteliste“, betonte Brors.

Ebenfalls angespannt ist die Lage derzeit in den Horten. In der St.-Peter-Schule sind 30 von 32 zurzeit genehmigten Plätze belegt. Im Kinderhort der Wallschule sind alle 20 Plätze belegt. Dort gibt es vier Kinder auf der Warteliste. Sollte der Bedarf an Hortplätzen steigen, könnte die Einrichtung an der St.-Peter-Schule auf 40 Plätze erweitert werden. - dr

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