Arbeiten laufen auf Hochtouren

Neubau trägt die Handschrift der Feuerwehrleute

Ein Blick in die große Fahrzeughalle.

Wildeshausen - Von Joachim Decker.  Da werden Kabel gezogen, Decken abgehängt, Lüftungsrohre verlegt und vieles mehr: Auf Hochtouren laufen die Arbeiten im neuen Feuerwehrhaus in der Pagenmarsch in Wildeshausen. Wir machen mit Lutz Ertelt von der Stadtverwaltung, zugleich auch Zugführer in der Ortswehr der Kreisstadt, einen Rundgang, um uns vom Baufortschritt zu überzeugen.

Schon nach kurzer Zeit wird deutlich, dass es wahrlich mit großen Schritten vorangeht. „Wir sind voll im Zeitplan“, betont Baudezernent Manfred Meyer von der Verwaltung auf Nachfrage. „Mit dem Umzug rechnen wir für September oder Oktober.“ Nach den endgültigen Baukosten befragt, teilt der Pressesprecher der Stadt, Hans Ufferfilge mit, dass sich diese nun inklusive Außenanlagen auf 3.438.000 Euro belaufen: „Hinzu kommen allerdings noch 136.000 Euro für die Ausstattung.“

In der riesigen Fahrzeughalle, deren Grundfläche mit Waschhalle immerhin 650 Quadratmeter beträgt, kommt sich ein Mensch fast verloren vor. „Wir haben hier jetzt zehn Stellplätze plus Waschhalle“, so Ertelt. Derzeit verfüge die Wehr über acht Einsatzfahrzeuge: „Hinzu kommt das der Jugendwehr, das dann auch hier eingestellt werden kann.“

„Was noch brauchbar ist, wird hier installiert“

An der Decke hängen auf Laufschienen schon einige Absaugschläuche für die Abgase der Fahrzeuge. „Einiges dafür übernehmen wir aus unserem alten Feuerwehrhaus. Was noch brauchbar ist, wird hier installiert“, sagt Ertelt. Beim Blick an die Hallendecke fällt ein überdimensionaler Heizkörper auf, der sich durch die ganze Halle zieht. „Das ist in der Tat so etwas wir ein Heizkörper, eine Wärmestrahlplatte“, erklärt Ertelt. „Wir sind ja an das Wärmeverbundsystem der Kläranlage angeschlossen. Das heiße Wasser läuft durch die Platten und heizt die Halle auf. Eine Heizung brauchen wir hier nicht, alles läuft übers Verbundsystem.“

Immer wieder fällt auf, dass Ausstattung und Aufteilung der Räumlichkeiten die deutliche Handschrift von Feuerwehrleuten tragen. „Das ist in der Tat so. Wir hatten ja genügend Zeit, uns Gedanken zu machen“, betont Ertelt. Alles sei zusammengetragen und zu Papier gebracht worden: „Wir sind auch sehr froh, dass unsere Vorstellungen umgesetzt werden.“

Großzügig ausgelegtes Materiallager

Großzügig ausgelegt ist auch das Materiallager, das von außen und von der Halle aus direkt zu erreichen ist. „Bislang müssen wir das gesamte Material im alten Gebäude auf den Dachboden bringen und bei Bedarf wieder runterschleppen“, so Ertelt. Interessant erscheint die Ausstattung der Umkleiden – aufgeteilt nach Männern und Frauen: „Wir haben jeweils Spinde in den Räumen. Außerdem über den fest installierten Bänken Aufhängevorrichtungen für die Klamotten.“ Das Besondere aber ist eine Heizung, die unter den Sitzbänken angebracht wird: „Diese sorgt dafür, dass die Einsatzkleidung trocknet und nicht nass in den Spind gehängt werden muss.“ Ferner verfügt der Neubau über eine Atemschutzwerkstatt.

Weiter geht es in den Versammlungsraum, der bis zu 100 Personen Platz bietet. „Dieser wird auch für Schulungen genutzt. Der Raum ist per Faltwand zu teilen, sodass zum Beispiel zwei Sitzungen zugleich durchgeführt werden können“, so Ertelt. Ihre Büros haben auch Stadt- und Ortsbrandmeister sowie der Jugendfeuerwehrwart. Hinzu kommen Räume für Gruppen- und Zugführer sowie eine Kleiderkammer. „Auch wenn wir derzeit noch mit Beamer arbeiten, sind alle Funktionsräume schon für eine Multimedia-Ausrüstung vorbereitet. Das heißt, dass es schon Anschlüsse für PC und Whiteboards gibt, falls diese mal angeschafft werden“, erzählt Ertelt. „Unter anderem in dem Raum, in dem bei Großlagen der Krisenstab tagen kann.“

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