Parteien positionieren sich nach Ausschuss

FDP für Neubau einer Schule, SPD für Umzug

Bleiben oder umziehen: Die Zukunft der St.-Peter-Schule ist unklar.

Wildeshausen - Wie kann es gelingen, genügend Klassen- und Fachräume in den Wildeshauser Grundschulen vorzuhalten? Die Diskussion darüber wird auch nach der Schulausschusssitzung am Donnerstag kontrovers geführt. SPD und Grüne zeigen deutlich Flagge für einen Umzug der St.-Peter-Schule in die Immobilie der derzeitigen Hunteschule. Die FDP setzt sich hingegen für den Neubau einer Grundschule ein.

In einer Stellungnahme betonen die Sozialdemokraten, dass sie nichts von Anbauten an die Holbein- und St.-Peter-Schule halten. „Eine Sechszügigkeit würde nicht nur die Verkehrsproblematik verschärfen. Das Schulzentrum würde zu groß werden“, so Ratsherr Matthias Kluck. Deshalb habe man für die Varian-te mit dem Umzug der St.-Peter-Schule geworben. Der Rückkauf der Hunteschule betrage 550 000 Euro. Notwendige Sanierungsmaßnahmen seien Pflicht. „Keinesfalls begrenzt sich die maximale Investitionsbereitschaft der SPD auf den Rückkaufswert“, so Kluck. Vielmehr solle eine „rote Linie“ bei vier Millionen Euro gezogen werden, denn das würde günstigenfalls ein Neubau kosten.

Die FDP hält die Hunteschule dagegen für wenig vereinbar mit modernen pädagogischen Konzepten. „Wir favorisieren daher einen Neubau innerhalb der Städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme (StEM)“, so Ratsherr Marko Bahr. Da die Realisierung dieses Planes aber keine schnelle Problemlösung bringt und die Hunteschule nach Einschätzung der Liberalen ebenfalls erst ab Sommer 2019 nutzbar wäre, plädieren sie für eine „in unseren Augen sehr schlechte Lösung, die sich aber zumindest kurzfristig umsetzen lässt“. Danach müssten die bestehenden Container an der Holbeinschule aufgestockt werden, um nach Möglichkeit zwei weitere Unterrichtsräume zu schaffen. „Durch die kurzfristige Änderung der Schuleinzugsbereiche könnten Schüler von der Wallschule zur Holbeinschule verlagert und dort eingeschult werden“, schlägt Bahr vor. „Als mittelfristige Lösung schlagen wir neben der Sanierung und dem Umbau der Schulleiterwohnung noch einen Anbau zwischen der St.-Peter-Schule und der Holbeinschule vor. Dieser dürfte schneller und preiswerter zu realisieren sein und kann die Lücke zwischem dem Ist-Zustand und dem gleichzeitig zu planenden Grundschulneubau schließen.“

Perspektivisch geht die FDP noch einige Schritte weiter. Ziel müsse es sein, die neue Schule in der StEM sogar vierzügig zu planen, damit die Holbeinschule dort hinziehen könnte. Am alten Standort sowie in den dort schon neu gebauten Räumen könnte die benachbarte Realschule beispielsweise die fünften Klassen unterbringen. Dieser dürften in den kommenden Jahren ebenfalls Unterrichtsräume fehlen. 

 dr

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