Neele Harms stellt Ergebnisse ihrer Befragung in der Innenstadt von Wildeshausen vor/Resonanz von beteiligten Händlern sehr dürtfig

„Rahmenbedingungen sind für Einzelhandel eigentlich gut“

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Daniela Baron (l.) und Neele Harms.

Wildeshausen - Wie beurteilt der Wildeshauser Einzelhandel die aktuelle Situation in der Innenstadt? Dieser Frage ging Neele Harms aus Wildeshausen im Rahmen ihrer Bachelorarbeit im Frühsommer nach. Dafür bekam sie die Note 1,7. Am Donnerstag stellte sie die Ergebnisse im Rathaussaal vor.

„Die Rücklaufquote lag bei 87 Prozent. Von 74 verschickten Fragebögen kamen 64 ausgefüllt zurück, vier trafen bedingt durch den Poststreik leider zu spät ein”, so die einleitenden Worte von Harms vor einer enttäuschend geringen Zahl von interessierten Wildeshauser Einzelhändlern sowie Daniela Baron vom Wildeshauser Stadtmarketing, Wildeshausens Wirtschaftsförderer Claus Marx und Christine Gronemeyer von der Wirtschaftsförderung des Landkreises (WLO).

Baron hob hervor, dass die Bachelorarbeit von Harms die erste Befragung dieser Arbeit bei Wildeshauser Einzelhändlern gewesen und die Resonanz wirklich toll sei. Umso ärgerlicher war, dass viele Händler nichts über die Ergebnisse erfahren wollten.

„Ich habe eine solche Umfrage das erste Mal mitgemacht und bin gespannt, was dabei rauskommt”, zeigte sich hingegen Beate Meester vom Dekorationsgeschäft „WohnGefühl“ sehr interessiert.

„Ich habe einige Vorschläge eingebracht, die nicht viel oder sogar gar nichts kosten”, erklärte Thomas Wirsing von der Firma „Fielmann“. „Warum wird nicht versucht, Investoren zu finden, die fristgebundene Mietverträge abschließen oder an größere Ketten vermieten?“, fragte er. Und: „Welche Geschäfte fehlen überhaupt in der Innenstadt? Das wäre wichtig, zu wissen.“

Auf solche Anregungen und Fragen hatte Harms Antworten und auch Vorschläge. Die wichtigsten Handlungsschwerpunkte liegen danach bei einheitlichen Öffnungszeiten, der Beseitigung von Leerständen, fehlenden Parkplätzen sowie der Konkurrenz durch den Internet-Handel.

„Unterschiedliche Öffnungszeiten verwirren die Kunden, Leerstände sollten durch gezielte Akquise beseitigt werden und die Erweiterung des Sortiments könnte unter anderem so aussehen, dass mehr regionale Produkte angeboten werden“, erläuterte Harms. Nur 66 Prozent der Wildeshauser Einzelhändler seien mit einer eigenen Homepage im Internet vertreten. Das erstaunte Gronemeyer: „Die WLO unterstützt gewerbliche Unternehmen mit 750 Euro bei der Erstellung eines derartigen Auftritts im Netz. Das sollte doch genutzt werden.“

Zu den angeblich fehlenden Parkplätzen sagte Marx: „Wir haben eigentlich genügend Parkraum. Wenn man nach Oldenburg, Bremen oder in ein Shopping-Center fährt, hat man oft längere Wege als zur Westerstraße.“

Harms plädierte dafür, dass sich die Händler untereinander besser unterstützen. „Verbindungseinkäufe bringen eine hohe Frequentierung in die Stadt”, sagte sie. Das gelinge beispielsweise, wenn Händler Gutscheine für andere Geschäfte, zum Beispiel für eine Tasse Kaffee oder eine sonstige Kleinigkeit, bereit hielten. „Die Rahmenbedingungen sind eigentlich gut in Wildeshausen. Sie müssen aber genutzt werden”, stellte sie fest.

cr

www.wildeshausen.de

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