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Nistkästen und Neuzugänge

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Von: Gero Franitza

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Eine kleine Plakette mit einem Eulen-Logo.
Die Nisthilfen tragen neuerdings ein kleines Logo der Stiftung. © Franitza

Wildeshausen/Huntlosen – Hat Corona auch Einfluss auf den Artenschutz im Landkreis Oldenburg? Im Falle der populären Nistkästenaktion der Naturschutzstiftung des Landkreises Oldenburg schon. Doch die zweijährige Zwangspause hat nun ein Ende: Ab kommenden Montag können Tierfreunde wieder die aus Holz gefertigten Nisthilfen erwerben – und nicht nur die. Die Stiftung hat ihr Angebot noch erweitert.

Geblieben ist es bei den „Kernangeboten“, wie der Kuratoriumsvorsitzende Michael Feiner bei der Vorstellung der Nistkasten-Aktion am Donnerstagnachmittag am Kreishaus in Wildeshausen erläuterte: Neben den bekannten Fledermausbrettern sowie den Meisen- und Starenkästen seien diesmal auch wieder „Insektenhotels“ mit im Angebot – und diese gleich in zwei Varianten: Als mit Bruthöhlen versehene Eichenblöcke, oder aus Ton, eingepasst in ein Holzhäuschen. Hinzu kommt eine kleine „Sonderauflage“ an Kästen für Halbhöhlenbrüter, wie etwas Bachstelze oder Rotschwanz. Gefertigt wurden alle Gegenstände in den Werkstätten der Ländlichen Erwachsenenbildung in Sandkrug. Allerdings, so Feiner, sei die Auflage – coronabedingt – geringer als sonst gewohnt: 250 Nistkästen für Meisen und Stare, 150 Insektenhotels und 50 Fledermausbretter stehen diesmal zur Verfügung. Interessenten können maximal zwei Kästen, ein Brett sowie ein Insektenhotel erwerben. Der Preis liegt bei fünf Euro je Gegenstand. Damit werden sie verbilligt abgegeben: „Das ist kein Selbstkostenpreis“, sagte Feiner. Die tatsächlichen Herstellungskosten lägen zwischen acht und zehn Euro, die Stiftung sponsere die Differenz. Gleichwohl könne der Kaufpreis durch Spenden gerne erhöht werden.

Zu erwerben sind die Nisthilfen ab Montag, 9 Uhr: Zwei Drittel des Kontingents werden dann im Foyer des Kreishauses (Delmenhorster Straße 6) in Wildeshausen angeboten, der Rest in der Geschäftsstelle des Kreislandvolkes im „Grünen Zentrum“ in Huntlosen (Sannumer Straße 3). Wer eine der Nisthilfen haben möchte, sollte nicht zu lange warten: Bei der vorangegangenen Aktion waren einzelne Teile schon am ersten Tag vergriffen.

Neuerungen und Erweiterungen gab und gibt es ebenso für die personelle Zusammensetzung der Stiftung: So hat diese mit Georg Schinnerer einen neuen Geschäftsführer gefunden. Er trat im November die Nachfolge von Bernhard Lögering an, der nach rund 30 Jahren das Ehrenamt abgeben hatte (wir berichteten). Er kenne die Stiftung bestens, sagte der Sandkruger Diplom-Biologe – denn schließlich habe er 32 Jahre lang in der Naturschutzbehörde gearbeitet. Diese sei fortlaufend im Kontakt mit der Stiftung. Dort ist seit Kurzem Majken Hjortskov tätig. Sie wird die Geschäftsstelle der Stiftung betreuen. Neuzugang Nummer drei ist Hendrik Knief, der als weiterer stellvertretender Kuratoriumsvorsitzender fungiert. Neues Mitglied in dem Gremium ist schließlich Christian Pundt in seiner Funktion als Landrat.

Eine Gruppe von Personen mit hölzernen Nisthilfe, Flyern und Samentüten in den Händen.
Stellten die neue Nisthilfeaktion vor: Kuratoriumsvorsitzender Michael Feiner, Landrat Christian Pundt, Heike Burghard und Hendrik Knief (stellvertretende Kuratoriumsvorsitzende), Georg Schinnerer (Geschäftsführer), Werner Knoop (Kuratorium) sowie Julia Evers und Majken Hjortskov (Naturschutzbehörde, v.l.) . © Franitza

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