Fläche von mehr als 400 Hektar /

350 Naturdenkmale: Landkreis ist in Niedersachsen Spitzenreiter

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Im Kreis Oldenburg gibt es inzwischen 350 Naturdenkmale – das sind zehn Prozent aller in Niedersachsen (3 511).

Landkreis/Wildeshausen - Von Lea Oetjen. 350 Naturdenkmale hat der Landkreis Oldenburg, diese nehmen eine Fläche von mehr als 400 Hektar ein.

Damit stellt der hiesige Gemeindeverbund rund zehn Prozent aller Naturdenkmale in Niedersachsen (3 511), die zudem ein Drittel der gesamten Fläche ausmachen. Ursula Tröndle vom Amt für Naturschutz und Landschaftspflege stellte diese Infos im Rahmen der jüngsten Sitzung des Umwelt- und Abfallwirtschaftsausschusses des Kreises vor. Die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen hatte um einen Bericht über den Zustand der Naturdenkmale gebeten.

Die lange Liste beinhaltet unter anderem 125 Baumdenkmale, die sich in neun Alleen, zwölf Reihen und diverse Einzelbäume aufteilen. Insgesamt stehen 1100 Bäume im Landkreis unter Naturdenkmalschutz – darunter die Dorfeiche in Dötlingen, die zwei Linden an der Amtsfreiheit in Harpstedt und die Platane an der Alexanderkirche in Wildeshausen. „Diese werden aufgrund der Verkehrssicherungspflicht intensiv und dauerhaft begleitet. Daher sind nur wenige Naturdenkmalsbäume abgängig“, erläuterte Tröndle.

Außerdem beinhaltet das Verzeichnis 225 flächenhafte Naturdenkmale – mit einer Größe von wenigen Quadratmetern bis hin zu fünf Hektar. Als Beispiel werden in der Sitzungsvorlage das Schlatt in der Klein Henstedter Heide oder die Schlatts bei Nuttel genannt. „Für die Pflege veranschlagt die Kreisverwaltung abhängig von den geplanten Maßnahmen jährlich Gelder im Haushalt“, so Tröndle. Für das kommende Jahr sind mit 67.000 Euro veranschlagt. 2018 waren es 82 500 Euro, während 2017 mit nur 29.000 Euro gearbeitet werden musste.

Langzeit-Beobachtung mithilfe von Studierenden

Mithilfe von Studierenden ist es der Kreisverwaltung nach eigenen Angaben gelungen, mit den vorhandenen Ressourcen eine Langzeit-Beobachtung der flächenhaften Naturdenkmale im gesamten Landkreis sukzessive aufzubauen. Des Weiteren sind mehrere Naturschutzvereinigungen (zum Beispiel die Jägerschaft, Fischereivereine sowie Ortsgruppen des Nabus) tätig. Zum Teil unterstützten auch die Orts- und Heimatvereine, Einzelpersonen und das waldpädagogische Zentrum mit Arbeitseinsätzen die aufwendige Pflege der Naturdenkmäler, heißt es in der Sitzungsvorlage.

„Uns ist bewusst, dass sich nicht alle flächenhaften Naturdenkmale in einem zufriedenstellenden Zustand befinden“, räumte Tröndle ein. Deshalb werde die Ressourcenfrage zur Pflege und Entwicklung auch in einer Organisationsuntersuchung geklärt werden. Der Antrag der Grünen beinhaltete auch die Bitte um Berichterstattung zum Zustand von Ausgleichs- und Ersatzflächen, die im Eigentum des Kreises liegen. Auffälligkeiten, die Diskussionen oder Klärungsbedarf erforderten, blieben jedoch aus.

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