Nächste Woche Baubeginn für Senioren- und Pflegeheim an der Hunte

6000 Kubikmeter Sand und 66000 Kilogramm Beton

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Mittels Laser-Messung wird die Fläche mit dem Radlader auf die exakte Höhe gebracht.

Wildeshausen - Von Joachim Decker. Es tut sich was an der Hunte in Wildeshausen. Schon in der kommenden Woche sollen die ersten Bauarbeiten für das neue Senioren- und Pflegeheim an der Straße „Im Hagen“ beginnen. Mit Hochdruck hat die Firma Scheele den Untergrund für den ersten Bauabschnitt im hinteren Bereich vorbereitet.

„Das ist schon eine recht große Nummer. Im nächsten Abschnitt wird das Areal auch im vorderen Bereich noch um 75 Zentimeter erhöht“, erklärt Firmenchef Karsten Scheele. Gestern waren Experten dabei, von dem aufgefüllten und verdichteten Bereich wieder eine Schicht abzutragen. „Ja, sagt Scheele, „das sind die Endarbeiten für diesen Abschnitt. Mittels Laser-Messung wird das Areal auf die exakt richtige Höhe gebracht.“ Die Oberkante der Beton-L-Steine sei später die Höhe des Fußbodens.

Recht beeindruckend sind die Zahlen, die Scheele nennen kann. So werden L-Stein in schwerer Ausführung auf einer Länge von 110 Metern verlegt. „Zurzeit fehlen uns noch einige Steine, die Firma hat noch nicht geliefert. Aber die werden ohnehin erst für den nächsten Abschnitt benötigt.“ Jeder L-Stein hat eine Höhe von 1,3 Metern, eine Auflage von 80 Zentimetern, ist einen Meter breit und wiegt rund 600 Kilogramm, sodass sie nur mit schwerem Gerät gesetzt werden können.

„Wir bringen dort insgesamt 6000 Kubikmeter Füllsand ein, was etwa 300 Lkw-Ladungen entspricht“, erklärt Scheele. Etappenweise werde der Sand eingebracht und verdichtet. „25 Prozent gehen stets für die Verdichtung drauf. Das heißt, dass ein Meter aufgebracht werden muss, wenn wir am Ende eine Erhöhung von 75 Zentimetern haben wollen. Allerdings geht das nicht in einem Rutsch, dann würden wir die erforderliche Festigkeit nicht erreichen.“

Auch bei den Walzen habe die Technik längst Einzug gehalten. „Wir haben dort mit einem Druck von sechs Tonnen gearbeitet. Allerdings haben die Geräte ein Verdichtungsanzeige, so das sehr genau gearbeitet werden kann.

Im Vorfeld mussten die alten Gebäude abgerissen werden, was auch sehr schnell über die Bühne ging, obwohl zu Beginn noch eine Asbestentsorgung nötig war. „Das ist unser tägliches Geschäft und nichts Besonderes. Wichtig ist, dass diese Arbeiten unter Einhaltung aller Sicherheitsvorschriften über die Bühne gehen. Nicht umsonst sind wir Entsorgungsfachbetrieb“, betont Scheele. Insgesamt seien von der Fläche rund 1200 Kubikmeter Bauschutt abgefahren und entsorgt worden: „Dann mussten auch die ehemaligen Kellerräume verfüllt werden, ehe wir mit dem Auffüllen der Fläche beginnen konnten.“

Mitte übernächster Woche will das Unternehmen mit seinen Arbeiten fertig sein. „Schließlich soll am 1. Oktober der Grundstein gesetzt werden“, so Scheele.

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