Budendorf auf dem Gelände der Diakonie Himmelsthür lockt viele Besucher an

Tag und Nacht für den Weihnachtsmarkt gearbeitet

Ein wärmendes Feuer wurde in der Schale entfacht. Dort konnte Stockbrot gebacken werden. - Foto: Meyer

Wildeshausen - Von Janin Meyer. Da schien sich Petrus mit den Organisatoren der Diakonie Himmelsthür abgesprochen zu haben: Passend zum traditionellen Weihnachtsmarkt auf dem Gelände an der Heilstättenstraße schickte er winterlich-frostiges Wetter und lockte damit die Besucher zu einem Spaziergang mit Bummel über den Markt aus dem Haus.

„Wir sind sehr glücklich über die Besucherzahl“, sagte Helga Weller, Bereichsleiterin der Tagesförderung und Vorstandsmitglied des Freundevereins der Diakonie Himmelsthür. „Der Ansturm ist enorm“, fügte sie hinzu.

So zeigten sich auch die Aussteller sehr zufrieden mit der Zahl der Gäste auf dem idyllischen Weihnachtsmarkt. Zwölf an der Zahl waren es, die bei weihnachtlichen Musikklängen ihre Waren anboten. Darunter auch Stände mit Artikeln, die in der Tagesförderung entstanden sind.

Besonders begehrt waren auf dem Markt die Adventsgestecke und winterliche Dekorationsartikel. - Foto: Meyer

„Dort arbeiten wir mit Schwerbehinderten“, erklärte Weller. Die Kaminanzünder, Schmuckstücke aus Kaffeekapseln und die weihnachtlichen Dekorationen aus Beton fanden großen Anklang bei den Besuchern. Generell stand Selbstgemachtes hoch im Kurs. Warme Socken gegen kalte Füße wechselten ebenso den Besitzer wie weihnachtliche Gartenaufsteller aus Holz oder liebevoll handgefertigte Engel aus Holz oder Papier.

Zwischendurch gestärkt durch frische Kartoffelpuffer, heiße Waffeln, Bratwurst oder auch leckeres Stockbrot ließen sich die Besucher gerne auf einen Bummel ein. Besonders beliebt bei den Gästen waren selbstverständlich die Weihnachtsgestecke, Adventskränze und sonstige winterliche Dekorationen.

Auch Tatjana und Ralf Wukasch aus Delmenhorst hatten entsprechende Dekorationen im Angebot. „Wir sind das erste Mal überhaupt als Aussteller bei einem Weihnachtsmarkt und sind schon jetzt völlig begeistert“, erzählte die gelernte Floristin. „Bisher habe ich die Gestecke und die anderen Dekorationen immer für mich selbst oder für Freunde gefertigt“, erzählte sie. Eine befreundete Mitarbeiterin der Diakonie habe sie dann gefragt, ob sie auf dem Weihnachtsmarkt ausstellen würde.

„Also haben wir ein paar Nachtschichten eingelegt – und hier sind wir jetzt“, sagte die Delmenhorsterin mit einem Lächeln und fügte hinzu: „Wir kommen im nächsten Jahr gerne wieder.“

Zum ersten Mal präsentierten sich auch die Freunde der Diakonie Himmelsthür mit einer eigenen Verkaufsbude auf dem Weihnachtsmarkt. Knusprige Neujahrskuchen gab es dort zu kaufen. „Selbstverständlich alle selbstgemacht“, betonte die Vorsitzende Annette Ueberschär. Sechs Helfer hätten einen kompletten Tag gemeinsam gebacken, gerollt und verpackt und konnten so am Ende 350 der an Eiswaffeln erinnernden Gebäcke fertigen. Dennoch waren die 70 Tüten mit je fünf Kuchen bereits weit vor Ende des Marktes ausverkauft.

„Das ist doch toll. Der Erlös kommt dem Verein zugute. Wir möchten auch im kommenden Jahr die Bewohner wieder in Bereichen unterstützen, für die es sonst kein Geld gibt“, erklärte Ueberschär. So sei es im laufenden Jahr zwei Mal gelungen, einen Ausflug auch für diejenigen Bewohner zu organisieren, die sonst recht wenig erlebten. „Ganz einfach, weil sie eine zu intensive Betreuung benötigen“, so Ueberschär .

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