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„Lob für die vielen Helden der vergangenen Nacht“

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Von: Dierk Rohdenburg

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Baum auf Haus am Fillerberg in Wildeshausen.
Baum auf Haus am Fillerberg in Wildeshausen. © Feuerwehr

Landkreis – Extrem anstrengende Tag für die Freiwilligen Feuerwehren im Landkreis Oldenburg durch das Orkantief „Zeynep“. In der Zeit von 14 Uhr am Freitag bis Samstagabend mussten laut Großleitstelle für das Oldenburger Land mehr als 1.000 Unwetterereignisse angenommen und abgearbeitet werden.

Im Landkreis Oldenburg waren es bis Samstagabend mehr als 250. Davon hatten die Freiwilligen Feuerwehren aus Wildeshausen und Düngstrup mit allen 130 Kräften allein 108 Einsätze, die bis in den Abend hinein gefahren wurden.

Noch um 20.15 Uhr rückten die Wildeshauser am Samstagabend an den Fillerberg aus, um Sturmschäden zu beseitigen. Manche Schadenslagen konnten am Freitag wegen des starken Sturms nicht sofort beseitigt werden und wurden später wieder angefahren.

In Harpstedt wurde erneut die Windmühle beschädigt. Ein Flügelteil hing herunter. In Wildeshausen stürzte ein Baum auf einen Carport am Birkhahnweg (unser Foto). Am Fillerberg traf es ein kleines Siedlungshaus. Hier war oft schweres Gerät erforderlich, um die Bäume zu zersägen oder wegzuziehen.

Kurze Ruhepausen im Feuerwehrhaus

Viele Feuerwehrkameraden hatten kaum eine Pause. Wenn es mal ein wenig Ruhe gab für einzelne, dann versuchten sie, im Feuerwehrhaus auf den Bänken zu schlafen.

Kurze Pause: Die Einsatzkräfte im Feuerwehrhaus.
Kurze Pause: Die Einsatzkräfte im Feuerwehrhaus. © Feuerwehr

Die Großleitstelle zog am Samstagmittag eine erste Bilanz: „Wir haben vermittelt, informiert, weitergeleitet, alarmiert und am Telefon Menschenleben gerettet. Die Kollegen der Großleitstelle haben in den vergangenen Stunden alles gegeben! Zusammen mit Dutzenden Einsatzkräften von Feuerwehr, THW und vielen anderen Hilfsorganisationen ist es uns gemeinschaftlich geglückt, unglaublich viele Einsatzstellen zu sichern und zu beseitigen. Ein dickes Lob an alle Helden der vergangenen Nacht!“

Von schweren Verkehrsunfällen, einem Bauernhofbrand, einer Suchaktion, Erkundungseinsätzen bis zu den vielen Hilfeleistungs- (Baum auf Straße, Wasserschäden, umgestürzte Bauzäune) und Rettungsdiensteinsätzen sei so ziemlich alles Erdenkliche dabei gewesen, so die GOL. Die Kollegen hofften nun auf ruhigere Stunden.

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