Ausschuss legt noch keine Prioritäten fest / Mehr als sechs Millionen Euro nötig

Nachsitzen bei Schulerweiterungen

Enge im Lehrerzimmer der Hauptschule: Die Mitglieder des Schulausschusses informierten sich vor Ort bei Rektorin Dorit Hielscher (3.v.l.)-
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Enge im Lehrerzimmer der Hauptschule: Die Mitglieder des Schulausschusses informierten sich vor Ort bei Rektorin Dorit Hielscher (3.v.l.)-

Wildeshausen – Seit vielen Jahren ist bekannt, dass die Haupt- und die Realschule in Wildeshausen deutlich mehr Räume benötigen, weil die Zahl der Schüler steigt und sich Unterrichtskonzepte weiterentwickelt haben. Im Prinzip besteht an beiden Schulen dringender Handlungsbedarf, doch angesichts von mehr als sechs Millionen Euro, die dafür nötig sind, sowie den Einnahmeverlusten der Stadt durch die Coronakrise, muss die Politik Prioritäten setzen. Am Donnerstagabend befasste sich der Schulausschuss im Rathaus mit verschiedenen Konzepten und empfahl, im Rahmen einer Klausurtagung die Weichen zu stellen. Diese Ergebnisse sollen sowohl im Schulausschuss als auch in einer Bürgerinformation vorgestellt werden.

Die Hauptschule musste mit Beginn des Schuljahres 2019 erstmalig auf Mobilbauklassen ausweichen. Im nun begonnenen Unterrichtsjahr ist die Gesamtklassenzahl erneut von 16 auf 18 angestiegen. Zudem besuchen vermehrt Schüler mit anerkanntem Förderbedarf die Hauptschule. Baudezernent Manfred Meyer stellte im Ausschuss Möglichkeiten vor, die Hauptschule aufzustocken sowie im Bestand umzubauen. Für rund 4,6 Millionen Euro könnte der Gebäudebereich über der Mensa zweigeschossig sowie der anschließende Klassentrakt eingeschossig aufgestockt werden. Im Rahmen der Maßnahme würden vier allgemeine Unterrichts- und sechs Differenzierungsräume geschaffen. Dazu kämen ein Büro für die Berufseinstiegsbegleiter, ein Druckerraum, ein Archiv, ein Mehrzweckraum sowie Sanitärräume.

An der Realschule wären zwei Varianten denkbar. Im Rahmen der Aufstockung des Mensagebäudes könnten fünf allgemeine Unterrichtsräume und ein Facharbeitsraum entstehen. Die Kosten bezifferte Meyer mit 1,8 Millionen Euro. Mit einem Neubau neben dem Mensagebäude könnten ebenfalls vier neue allgemeine Unterrichtsräume sowie ein Fachunterrichtsraum geschaffen werden. Hier liegen die Kosten bei 1,46 Millionen Euro. „Wir wünschen uns die zweite Variante, weil wir immer noch auf eine eigene Küche hoffen. Die wäre später leichter mit einer Aufstockung des Mensagebäudes zu erreichen“, erklärte Schulleiter Jan Pössel.

„Wir müssen unsere Projekte vermutlich neu gewichten“, betonte Bürgermeister Jens Kuraschinski. Ziel sei ein geordneter Haushalt, und dafür sollten die Weichen im Rahmen der Klausurtagung gestellt werden. Die Verwaltung hatte vorgeschlagen, in den Jahren 2022/2023 die Realschule umzubauen und die Arbeiten in der Hauptschule für 2025/2026 einzuplanen.

Erst mal gar nicht berücksichtigt wird der Wunsch der Holbeinschule, eine neue Aula sowie ein größeres Lehrerzimmer zu erhalten. „In der Aula ist Platz für 80 Personen. Wir haben aber aktuell 270 Schüler“, betonte Rektorin Inke Bajorat.

Auf Antrag von Manfred Rebensburg (Grüne) empfahl der Ausschuss jedoch, dass die Stadt Kontakt zur Kreisverwaltung aufnimmt, um zu klären, ob ab Sommer 2021, wenn die Hunteschule in die Liegenschaft der jetzigen St.-Peter-Schule aufgenommen wird, die Lehrer- und die Verwaltungsräume getauscht werden könnten. Außerdem soll die Stadtverwaltung prüfen, ob eine Vergrößerung der Aula in der jetzigen Liegenschaft der St.-Peter-Schule zur Nutzung durch die Holbeinschule möglich ist.  dr

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