Kundgebung auf dem Wildeshauser Marktplatz

„Nachdenken statt Querdenken“ mit 70 Teilnehmern

Plädierte für gesellschaftlichen Zusammenhalt: Ulrike Berg von den Grünen.
+
Plädierte für gesellschaftlichen Zusammenhalt: Ulrike Berg von den Grünen.

Wildeshausen – „Nachdenken statt Querdenken“ hieß es am Montagabend das zweite Mal auf dem Wildeshauser Marktplatz.

Erneut hatte das Bündnis „MiCou“ (Mit Courage gegen Rechts) dazu aufgerufen, einem „Abendspaziergang“ von Gegnern der Corona-Maßnahmen zu begegnen, zu dem in Internet-Foren aufgerufen worden war. Diesmal zeichneten auch die Grünen und die Linken für den Aufruf zur Gegenkundgebung verantwortlich.

Unter den rund 70 Teilnehmern war Bürgermeister Jens Kuraschinski.

An zwei Gruppen, die zusammen aus rund 20 Menschen bestanden und eher der Gegenseite zuzuordnen waren, richtete sich Kreszentia Flauger von den Linken: „So lange Sie uns nicht stören, haben wir nichts gegen Sie.“ Die große Mehrheit der Anwesenden wolle jedoch mit der Teilnahme an der Kundgebung ein „starkes Zeichen“ geben. „Wir setzen auf die Macht des Wortes“, so Flauger, die darauf einging, dass es vor zwei Wochen einen ersten nicht angemeldeten „Abend-Spaziergang“ gegen die Corona-Maßnahmen in Wildeshausen gegeben hatte. „Wenn hier eine weitere Gegenkundgebung nötig wird, dann sind wir hoffentlich noch breiter aufgestellt“, betonte sie. Schließlich stünden die Wildeshauser auf dem Marktplatz nicht gegen kritische Fragen oder Unsicherheit, sondern gegen die Erfindung von Lügen über Corona, gegen Gewalt und Bedrohung.

Gesellschaftlichen Zusammenhalt angemahnt

Ulrike Berg von den Grünen bekräftigte das: „Ich stehe hier als Bürgerin, um Haltung zu zeigen gegen Corona-Leugnung. Ich bin für Solidarität und gesellschaftlichen Zusammenhalt.“ Sie verwies auf Kinder und Jugendliche, auf ältere Menschen sowie Pfleger, die in den vergangenen Monaten unter großen Entbehrungen zu leiden gehabt hätten. Es sei an den Erwachsenen, durch Impfschutz dafür zu sorgen, dass es nicht zu einer Wiederholung von Lockdown-Maßnahmen komme. „Die Freiheit hört dort auf, wo die des Anderen beginnt“, betonte Berg. „Lasst uns nicht müde werden, diejenigen zu überzeugen, die noch immer zögern, sich impfen zu lassen. Die Impflücke ist weiterhin viel zu groß.“

Ralf Beduhn von „MiCou“ prangerte eine zunehmende Gewaltbereitschaft bei „querdenkenden Menschen“ an, die sich mittlerweile sogar wieder zu Fackelzügen zusammenfänden, um ähnlich wie im Dritten Reich andere Menschen einzuschüchtern.

Die Polizei war mit einem recht starken Aufgebot auf dem Marktplatz und behielt die Gruppen der Kundgebungsgegner im Auge. Sobald sich mehrere Personen von ihnen auf den Weg durch die Innenstadt machen wollten, erhielten sie eine Begleitung von Uniformierten. Zu Zwischenfällen kam es nicht.  

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Meistgelesene Artikel

„Impfpflichtgegner fast wie Schweine durchs Dorf getrieben“

„Impfpflichtgegner fast wie Schweine durchs Dorf getrieben“

„Impfpflichtgegner fast wie Schweine durchs Dorf getrieben“
Auto schleudert gegen Baum: 27-jähriger Wildeshauser stirbt bei Unfall

Auto schleudert gegen Baum: 27-jähriger Wildeshauser stirbt bei Unfall

Auto schleudert gegen Baum: 27-jähriger Wildeshauser stirbt bei Unfall
Auto schleudert und kippt auf die Seite

Auto schleudert und kippt auf die Seite

Auto schleudert und kippt auf die Seite
Corona-Inzidenz: Landkreis Oldenburg überschreitet 1.000er-Marke

Corona-Inzidenz: Landkreis Oldenburg überschreitet 1.000er-Marke

Corona-Inzidenz: Landkreis Oldenburg überschreitet 1.000er-Marke

Kommentare