Erstes Konzept liegt zur Beratung vor

Nachbau eines Grabhügels im ehemaligen Feuerwehrhaus

So könnte es im großen Ausstellungsraum des Urgeschichtlichen Zentrums aussehen. - Grafik: Emde Gestaltung und Studio 211

Wildeshausen - Von Dierk Rohdenburg. In wenigen Wochen verlässt die Freiwillige Feuerwehr Wildeshausen ihr Domizil an der Hunte. Dann stehen rund 900 Quadratmeter Fläche in der Innenstadt leer. Jetzt liegt ein Nutzungskonzept „Alte Feuerwache“ vor, das interessante Ideen für den Innen- und Außenbereich anreißt, die unter anderem ein Urgeschichtliches Zentrum betreffen.

Dazu gehören die Bespielung der Glasflächen an der Gebäudefassade mit Filmen ebenso wie der Nachbau eines Grabhügels in Originalgröße im Zentrum eines Ausstellungsraumes. Mit den dazugehörigen Grabbeilagen soll das gesamte Arrangement erfahrbar und nachvollziehbar präsentiert werden.

Vor rund zweieinhalb Jahren hatte der Stadtrat den Grundsatzbeschluss gefasst, das Feuerwehrhaus in Richtung eines Urgeschichtlichen Zentrums zu entwickeln, das weitere kulturell und touristisch bedeutsame Nutzungen integriert. Schließlich waren das Büro Emde und das Architekturbüro Studio 211 aus Stuttgart beauftragt worden, in Zusammenarbeit mit einer Expertengruppe aus Wildeshausen (Stadtverwaltung, Verkehrsverein, Bürger- und Geschichtsverein, Förderverein Urgeschichtliches Zentrum und Zweckverband Naturpark Wildeshauser Geest) ein Nutzungskonzept zu erarbeiten. Dafür konnten Fördermitteln eingeworben werden.

Nun liegt der Entwurf eines Konzeptes vor. Wenn er von der Politik im Grundsatz befürwortet wird, soll die Stadtverwaltung ein Betreiber- und ein Finanzierungsmodell vorbereiten.

Als zukünftige Nutzer kommen die genannten Experten ebenso infrage wie Musikvereine, Kulturveranstalter und Gastronomie. Einige Räume und die technische Infrastruktur könnten gemeinsam genutzt werden, was Kosten spart.

Der Blick auf das alte Feuerwehrhaus an der Hunte in Wildeshausen. Das Gebäude kann bald neu genutzt werden.

Zunächst müsste das Gebäude energetisch saniert und dort, wo die Tore der Feuerwehr sind, verglast werden. Hauptattraktion des Komplexes wäre die Dauerausstellung im Erdgeschoss mit Grabhügel und einem begehbaren Kubus, in dem ein spezielles Thema ausführlich behandelt werden könnte. In Boden und Wandvitrinen würden Fundstücke ausgestellt, Wandflächen könnten die wechselnden Themen detailliert beleuchten. Interessant klingen auch das „Feld der Findlinge“, ein Kletterbereich für Kinder, sowie eine Feuerstelle. Zudem ist ein Ausgrabungszelt denkbar, in dem eine archäologische Ausgrabungssituation nachgestellt wird.

Rund um das Zentrum soll es ein ausgeklügeltes touristisches Konzept geben, das Führungen, Museumspädagogik und Veranstaltungen beinhaltet. Denkbar wären der Verleih von E-Bikes oder Bustouren zu den Großsteingräbern.

Wichtig ist den Experten, dass die ursprüngliche Nutzung des Gebäudes als Feuerwehrhaus für die Ausstellungsbesucher und Café-Gäste erkennbar bleiben sollte. Mittels Lichtinszenierungen im Schlauchturm und Pumpenraum könnte die Geschichte des Hauses spürbar werden. Dazu sollen Exponate wie ein Lösch-Handwagen kommen. Das Café bekommt rund 40 Sitzplätze und Freiflächen in Richtung Zwischenbrücken sowie einige Tische direkt an der Hunte. Dort wäre Platz für 26 weitere Gäste in bester Lage.

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