Nach den Untersuchungen an den Schulen werden nun die Wege beobachtet/Verwarnungsgelder bei defektem Licht

Polizei kontrolliert Radfahrer intensiver

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Das ist gefährlich: Die Radfahrerin mit der Mütze befährt die Deekenstraße in die falsche Richtung.

Wildeshausen - Nachdem die Polizei an allen Schulen in Wildeshausen die Fahrräder der Kinder und Jugendlichen durchgecheckt hat, wird sie nun gezielte Beleuchtungskontrollen auf den Schulwegen durchführen. Dabei müssen die jungen Menschen auch mit gebührenpflichtigen Verwarnungen rechnen.

„Das Fahrradlicht verdient mehr Aufmerksamkeit, als die meisten Personen diesem schenken“, so die Polizeipressestelle in einer Mitteilung. „Sehen und gesehen werden ist Grundvoraussetzung für die Sicherheit im Straßenverkehr. Radfahrer, die bei Dunkelheit ohne Licht fahren, unterschätzen vielfach, wie schlecht sie von anderen Verkehrsteilnehmern zu erkennen sind und in welche Gefahr sie sich und andere damit bringen können. Gerade die Eltern von Schulkindern sollten dem Licht am Fahrrad mehr Bedeutung zumessen.“

Eine der Hauptursachen für das Fahren ohne Licht ist der technisch mangelhafte Zustand vieler Beleuchtungsanlagen. „Selbst fabrikneue Räder sind oft nur mit einer mangelhaften Lichtanlage ausgestattet“, so die Polizei. Dynamos, die mehr Lärm als Strom erzeugten, müssten auf jeden Fall erneuert werden.

Inzwischen gibt es auf dem Markt auch hochwertige Lichtmaschinen. Am betriebssichersten sind witterungsunabhängige Nabendynamos.

Neben dem Dynamo ist seit zwei Jahren auch eine Batterie mit einer Nennspannung von sechs Volt (Batterie-Dauerbeleuchtung) oder einem wiederaufladbaren Energiespeicher als Energiequelle erlaubt. Scheinwerfer und Schlussleuchte müssen dabei nicht zusammen einschaltbar sein.

Stecklichter werden auf Grund noch vorhandener unzureichender Rechtslage im Rahmen des Ermessensspielraumes nicht beanstandet, wenn sie für den Betrieb im Straßenverkehr zugelassen sind. „Einfache Taschenlampen oder ähnliche Lichtquellen sind jedoch nicht erlaubt“, so die Polizei. Damit Radfahrer noch besser gesehen würden, sollte zusätzlich zur Fahrradbeleuchtung das Tragen von Arm- und Fußbänder aus reflektierendem Material selbstverständlich sein.

Kinder und Jugendliche werden bei den Kontrollen aufgefordert, das Fahrrad nach der Reparatur auf der örtlichen Wache vorzuführen, um sicher zu gehen, dass die Mängel behoben wurden.

Die Jugendlichen (ab 14 Jahren) und Heranwachsenden (ab 18 Jahren) müssen bei einem Verstoß mit einer gebührenpflichtigen Verwarnung von 20 Euro rechnen.

Allein das Ergebnis der anfangs genannten Fahrradüberprüfungen in den Wildeshauser Schulen verdeutlichte die Notwendigkeit der polizeilichen Beleuchtungskontrollen auf den Schulwegen. Im Durchschnitt wiesen 37 Prozent der überprüften Fahrräder Mängel auf, wobei vorrangig defekte Licht- und Bremsanlagen festgestellt wurden.

Neben den Beleuchtungskontrollen wird auch das unerlaubte Linksfahren im Rahmen der Neuregelung der Wildeshauser Radverkehrsführung kontrolliert. Falschfahrer werden auf die richtige Seite verwiesen.

Gerade in Einmündungs- und Kreuzungsbereichen kommt es nach Angaben der Polizei immer wieder zu Verkehrsunfällen zwischen Auto- und Radfahrern, weil Autofahrer nicht mit falsch fahrenden Verkehrsteilnehmern rechnen. Eine Teilschuld wird diesen Radlern in den meisten Fällen angelastet. Versicherungen können ihre Leistungen kürzen oder komplett verweigern.

Beratungsresistente Linksfahrer, die älter als 14 Jahre sind, müssen mit einer Verwarnung von 15 Euro rechnen, kündigen die Ordnungshüter an.

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