Mutmaßlicher Täter per Foto entlarvt

Nach Überfall: Großer Dank an viele Helfer

Wildeshausen - Der Überfall auf eine 33-jährige Frau in der Nacht zu Sonntag auf einem Spielplatz zwischen der Leibniz- und der Ahornstraße in Wildeshausen beschäftigt auch Tage danach noch viele Menschen in der Kreisstadt. Das zeigt sich auch in Diskussionen auf der Facebookseite unserer Zeitung. Wie berichtet, hatte ein 24-jähriger Mann die Frau und ihre Schwester von einer Gaststätte in der Innenstadt aus verfolgt. Als die Frau alleine weitergegangen war, hatte er sie angegriffen. Er soll sie auf dem Spielplatz zu Boden geworfen haben. Angesichts heftiger Gegenwehr der Frau, unter anderem hatte sie ihn in die Oberlippe gebissen, hatte der 24-Jährige aber von ihr abgelassen und war geflüchtet.

Nachdem die Polizei über den Überall berichtet hatte, informierten sich viele Wildeshauser über die Hintergründe und vernetzten sich. Schließlich gelang es, ein Foto des mutmaßlichen Täters ausfindig zu machen, sodass die Polizei den Mann mit den Vorwürfen konfrontieren konnte.

Das Opfer, die Frau möchte nicht mit Namen genannt werden, hat sich an unsere Redaktion gewandt und möchte sich dafür bedanken, dass „die Bürger aus Wildeshausen es ganz ohne Hilfe der Polizei geschafft haben, den Spielplatztäter ausfindig zu machen“. Es müsse gelobt werden, dass die Gemeinschaft so aktiv sei. Was allerdings bleibe, sei die Ungewissheit, wie die Ermittlungen fortgeführt würden und welche Konsequenzen die Tat habe.

Der mutmaßliche Angreifer hat gegenüber der Polizei offenbar andere Angaben gemacht und von weitgehend einvernehmlichem Handeln gesprochen. Deshalb ist er auf freiem Fuß. Polizeioberrat Markus Voth, Leiter desPolizeikommissariats in Wildeshausen, bestätigte nun gegenüber unserer Zeitung, dass die Beamten schon wenige Stunden nach Veröffentlichung des Zeugenaufrufes am Montag und sofort nach den Hinweisen aus der Bevölkerung aktiv geworden ist. „Wir haben den Mann in Gewahrsam genommen und erkennungsdienstlich behandelt“, erklärte er. Der Fall sei somit auch weitgehend ausermittelt, weil die Beweislage klar sei. Es lägen allerdings keine Gründe vor, den mutmaßlichen Täter in Untersuchungshaft zu nehmen, da die Tat abgebrochen wurde. „Wir haben ihn aber genau im Blick“, so Voth. Zudem sicherte er eine engere Begleitung des Opfers zu. Die sei offenbar in diesem Fall angebracht und hilfreich. Man werde sich schnell darum kümmern. 

dr

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