Ferienpass-Aktion beim Amateur-Radioclub

Nach der Tüftelei beginnt die große „Roboterdisco“

Mti Eifer waren die Jungen dabei, ihre Roboterautos unter Anleitung der Experten zu bauen. - Foto: Nosthoff
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Mti Eifer waren die Jungen dabei, ihre Roboterautos unter Anleitung der Experten zu bauen.

Wildeshausen - Von Anja Nosthoff. Da rauchten am Sonnabend in der Turnhalle des Wildeshauser Jugendzentrums „Jott-Zett“ neben den Lötkolben auch die Köpfe. Der Ahlhorner Ortsverein des Deutschen Amateur-Radio-Clubs (DARC) hatte seinen Basteltisch für die Ferienpassaktion aufgebaut. Sieben Jungs im Alter von acht bis zehn Jahren bauten mithilfe der Clubmitglieder ihr erstes eigenes Roboterauto.

„Die Plätze bei unseren Aktionen sind immer schnell ausgebucht. Mehr können wir leider nicht anbieten, da beim Bauen jeder Teilnehmer einen Helfer zur Seite bekommt“, erklärte der stellvertretende Vorsitzende Olaf Balke, der die Aktionen zum Ferienpass und zum Jungstag schon seit Jahren gemeinsam mit seinem eingespielten Team organisiert.

Konzentration, Geschicklichkeit und Fingergefühl, aber auch Geduld und Ausdauer waren beim Tüfteln gefragt. Die Jungen lernten Widerstände, Transistoren und Kondensatoren kennen. Auf der Platine mussten sie die einzelnen kleinen Bauteile mithilfe der Anleitung an den richtigen Stellen anbringen und dann elektrisch verbinden. An den verschiedenen Farben war die Stärke der Widerstände zu erkennen. Zur Sicherheit wurde die Ohmzahl der Widerstände vor dem Einbau jedoch noch einmal mit dem Messgerät verifiziert.

„Die beiden Mini-Motoren, an denen die Räder des Roboterautos angeschlossen sind, werden zum Schluss auf die Platine aufgeklebt“, betonte Balke. Ein- und ausgeschaltet werden die Motoren durch die eingebauten Fotowiderstände. „Diese unterscheiden zwischen hell und dunkel. Daher kann das Auto auf hellem Untergrund entlang einer aufgemalten schwarzen Linie oder entlang eines schwarzen Klebestreifens fahren“, erzählte Balke.

„Special Effect“: LED-Lichter

Die Motoren, von denen sich einer links und der andere rechts des dunklen Klebestreifens befindet, laufen also ständig im Wechsel. So bewegt sich der Roboter, der durch Batterien betrieben wird, stetig fort. Ein „Special Effect“ sind außerdem die eingebauten LED-Lichter, die anzeigen, welcher Motor gerade läuft und so bei der Fahrt ständig blinken.

Nach zweieinhalb Stunden Tüftelei hatten die Jungen die ersten Ergebnisse vorzuweisen. Mit Feuereifer wurden die fertigen Roboterautos natürlich auch gleich ausprobiert. Die Clubmitglieder hatten dafür bereits verschiedene Bahnen vorbereitet. Blinkend drehten die kleinen Autos ihre Runden. „Eine Roboterdisco“, rief der zehnjährige Justus begeistert.

Nicht alle Autos liefen allerdings auf Anhieb einwandfrei. Nach ein wenig „Fummelei“ wurde jedoch schließlich jeder Fehler behoben – und auch die Reparaturen nach den ersten kleinen Zusammenstößen stellten für die frisch gebackenen Roboterexperten kein Problem dar.

„An der Ferienpassaktion beteiligen wir uns schon seit über zehn Jahren“, berichtete Balke. Auch sein 13-jähriger Sohn Johannes war dieses Mal bereits als Helfer mit dabei. „Er ist unser jüngstes Mitglied“, erzählte Balke. „Wir sind mit 15 Leuten ein recht kleiner Ortsverein.“ Diese kommen aus Wildeshausen, Großenkneten und Lastrup. Zwei Vereinsmitglieder – ehemalige Ahlhorner – leben sogar mittlerweile in Amerika. „Aber Funk verbindet die Menschen weltweit. Das ist einer der vielen Vorteile an dem Hobby“, meinte Balke.

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