„Jäger“ hinterlassen immer wieder Unrat

Nach den Monstern kommt der Dreck

Sie sind sauber: Nicht die kleinen Monster hinterlassen den Dreck auf den Wildeshauser Straßen und Plätzen. - Foto: Stecklein

Wildeshausen - Die Monsterjagd mit der App „Pokémon go“ geht auch in der Kreisstadt immer weiter. Allerdings findet sie nicht nur Anhänger und Freunde, sondern auch einige verärgerte Kritiker. Nicht nur, dass die „Jäger“, die laufend aufs Smartphone-Display schauen, oftmals den Verkehr nicht beachten und für gefährliche Situationen sorgen.

Sie hinterlassen auch einigen Unrat auf den Straße der Wildeshauser Innenstadt. Besonders hart betroffen ist schon seit einiger Zeit der Platz vor der Musikschule des Landkreises an der Burgstraße. „Nintendo macht die Kohle, und wir dürfen den Dreck wegmachen“, sagt Musikschulleiter Rafael Jung. 

Er selbst sei zwar kein „Jäger“, habe sich aber kundig gemacht: „Vor unserer Schule gibt es wohl drei Pokestops, einen davon direkt auf der Treppe.“ Er habe zwar nichts dagegen, wenn sich die Jugendlichen und jungen Erwachsenen in den Ferien dort aufhielten, um die kleinen Monster zu jagen, aber der Dreck der hinterlassen werde, müsse und dürfe nicht sein: „Es ist wirklich schlimm, von Pizzakartons über Fastfood-Tüten bis hin zu Getränkedosen, -flaschen und Tetrapacks ist hier täglich wirklich alles zu finden.“ Nicht zu vergessen die vielen Zigarettenkippen.

Täglich komme ein Fahrzeug des Bauhofes bereits um 7.30 Uhr vorbei, um den Unrat zu beseitigen. „Die nehmen natürlich nur die Kartons und dergleichen mit. Für die Kippen sind wir dann zuständig“, so Jung. Er habe schon versucht, sich an die Firma zu wenden, die dafür zuständig ist, wo die „Monster“ zu finden sind: „Leider bisher ohne Erfolg. Es kann nämlich nicht sein, dass die auf unserem Grundstück ihr Geld verdienen.“ Er hoffe, dass die „Jäger“ ein Einsehen haben und ihren Müll in Zukunft selbst entsorgen. - jd

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