Kulturzentrum und Gebetsstätte sollen erweitert werden

Muslime wünschen sich mehr Platz für den Gottesdienst

Baustelle Kulturzentrum mit Gebetsraum: Die Muslime planen eine Erweiterung, um genügend Platz zu haben. - Foto: dr
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Baustelle Kulturzentrum mit Gebetsraum: Die Muslime planen eine Erweiterung, um genügend Platz zu haben. 

Wildeshausen - Von Dierk Rohdenburg. Ursprünglich war der Verein für Bildung und Sport in Wildeshausen davon ausgegangen, an der Daimlerstraße in Wildeshausen ein Kulturzentrum mit Begegnungsstätte für 50 Personen islamischen Glaubens zu errichten. Es stellte sich nach dem Baubeginn im vergangenen Jahr aber schnell heraus, dass die Größe des Gebetsraumes nicht reicht.

Vor wenigen Tagen waren die Mitglieder des Ausschusses für Stadtplanung, Bau und Umwelt vor Ort und sahen sich den Baufortschritt in der Moschee an. Der Verein hatte einen Antrag auf Zulassung einer Befreiung von den Festsetzungen des Bebauungsplanes im Gewerbegebiet beantragt, weil eine Erweiterung des Gebäudes zu nah an die Grundstücksgrenzen reichen würde. Laut Angaben des Architekten wird nun von einer Nutzerzahl von bis zu 120 Personen für die kommenden zehn Jahre ausgegangen, die einen größeren Gebetsraum sowie Sanitärräume erforderlich macht. „Dazu wollen wir eine Bücherei, Schulungsräume sowie ein Büro einrichten“, erklärt der Sprecher des Vereins, Mohamad Fakhro. Unter anderem planen die Muslime die Möglichkeit, Kindern deutsch beizubringen und ihnen bei den Hausaufgaben zu helfen. Auch Koranunterricht wollen die Vereinsmitglieder erteilen, um islamistischen Predigern die Möglichkeit zu entziehen, junge Menschen negativ zu beeinflussen.

Die Mitglieder des Ausschusses hatten keine Einwände gegen die Erweiterungspläne des Vereins. Somit erteilten sie ihr Einvernehmen, das noch am 15. Juli im Rahmen der Sitzung des Verwaltungsausschusses bestätigt werden muss.

Im Gebetsraum sind die Arbeiten unterdessen weit vorangeschritten. Die Kuppel ist eingesetzt, derzeit werden Kalligrafien auf die Wände gemalt, demnächst kommt der Teppich. Große Teile des Raumes sind bis zum Sommer fertig. Die geplanten Anbauten dürften aber nicht mehr in diesem Jahr zum Abschluss kommen.

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