Klassische Philharmonie gastiert mit buntem Programm in Wildeshausen

Musikalische Karawane über den Markt

Überzeugten in Wildeshausen: Ulrich Semrau und die Klassische Philharmonie NordWest.

Wildeshausen – Genau hatte es Ulrich Semrau, der Gründungsvater der Klassischen Philharmonie NordWest, nicht mehr im Kopf: „Ich glaube, es ist das fünfte oder sechste Mal, dass wir im Saal der Wildeshauser Musikschule zu Gast sein dürfen“, freute sich der gebürtige Bremer am Freitagabend bei der Begrüßung seines rund hundertköpfigen Publikums. Dieses war schnell gewonnen. Denn der Unterhaltungs-Charakter des bunten Programms war groß.

Mit dem Stück „Heinzelmännchens Wachtparade“ von Kurt Noak wurden die Zuhörer ebenso verwöhnt, wie mit einem musikalischen Ausflug in den warmen Süden, zu dem Semrau einlud. Genauer gesagt ging es in Richtung Italien. Denn Johann Strauss’ Wiener Walzer „Wo die Zitronen blühen“ wurde vom überwiegend jungen Ensemble rezitiert.

28 Vollblutmusiker hatte Semrau mit nach Wildeshausen gebracht. Die international zusammengestellte Künstlergruppe achtete auf Perfektion bis ins kleinste Detail. Wenn nicht alle Fäden, die beim Chef zusammen laufen, exakt stimmen, so könne man schon mal einen bösen Blick ernten, so ein Ensemblemitglied in der Pause. Andererseits beweise ein kleines Nicken des Konzertleiters gleichzeitig ein hohes Lob, wenn komplizierte Passagen erfolgreich gemeistert wurden.

Noch weiter in den Süden ging es dann mit Albert Ketèlbey’s „Auf einem persischen Markt“. Die Zuhörer wurden aufgefordert, sich einer musikalischen Karawane anzuschließen und aktiv mitzumachen. Denn der Herr des Taktstocks fungierte sein Publikum kurzerhand in einen Chor um, der mit „Backsheesh, Backsheesh, Allah, Empshi“ den Oasenbesuch begleiten sollte. Vorbei ging es an Gauklern, Bettlern, Kalifen und der schönen Prinzessin, bis der Markt wieder zur Ruhe kam, als die Karawane weiter zog. Jetzt gab’s Applaus vom Dirigenten, der in belustigte und amüsierte Gesichter blicken konnte.

Dass die Instrumentalisten wahre und erfahrene Profis an ihren „Arbeitsgeräten“ sind, wurde gekonnt beim „Zarewitsch“ – einer Operette von Franz Lehár – vorgeführt. Mit großer Bravour stellten sie das komplexe Stück in seinen Passagen dar.

Die „Klassische Philharmonie NordWest“ gastierte am Wochenende noch in Thedinghausen. „Dann ist bis zum Frühjahr erst einmal Pause, und wir gönnen uns ein wenig Ruhe von den Strapazen der vergangenen Wochen“, so Semrau nach der zweistündigen Darbietung.

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