„Beat & Brassband“ stellt sich auf Gänsemarkt und bei Tag der offenen Tür vor

Musik und Gemeinschaftssinn

Damit sich das Ergebnis am Ende hören lassen kann, sind regelmäßige gemeinsame Proben wichtig. Jetzt suchen die Aktiven der „Beat & Brassband“ nach neuen Mitgliedern. Foto: jm

WILDESHAUSEN – „Musik verbindet die Menschen“, sagt Peter Petersen, und ein Lächeln huscht über sein Gesicht. Der zweite Geschäftsführer des Wildeshauser Spielmannszugs konnte durch seine Leidenschaft schon zahlreiche neue Freundschaften schließen. Mit einem Tag der offenen Tür am Sonnabend, 16. November, möchten die Aktiven der „Beat & Brassband“ im Wildeshauser Spielmannszug allen Interessierten die Möglichkeit bieten, ihr Hobby kennenzulernen. Denn momentan suchen die Musiker nach Mitgliedern.

Vorab gibt es auch schon am Sonntag im Rahmen des Gänsemarkts die Chance, die Aktiven zu treffen. „Wir präsentieren uns von 13 bis 18 Uhr sowohl direkt in der Innenstadt als auch im Gewerbegebiet bei Euronics“, erzählt Petersen. Dann sollen die Besucher auch Gelegenheit bekommen, verschiedene Instrumente auszuprobieren. Denn so einfach sei es erst einmal gar nicht, einer Trompete oder einem anderen Blasinstrument einen Ton zu entlocken.

Während Petersen erzählt, erklingen einen Raum weiter die Klänge des Songs „Shut up and dance with me“. Die Mitglieder der „Beat & Brassband“ sind mitten in einer Probe. Und wer das fertige Ergebnis hört, kann sich kaum vorstellen, dass es bis dahin manchmal ein recht langer Weg ist.

„Das macht das Musizieren in einer solchen Gruppe auch aus“, weiß Jens Hoffmann, Tambourmajor des Wildeshauser Spielmannszugs und technischer Leiter von Spielmannszug und „Beat & Brassband“. Erst gemeinsam lasse sich ein Ergebnis erzielen, das wirklich gut klingt.

Sorge vor zu wenig Noten- oder Musikkenntnissen müssen bei der „Beat- & Brassband“ selbst neue Mitglieder nicht haben. „Die Ausbildung führen wir selber durch“, erklärt Hoffmann. So könne jeder lernen, ein Instrument zu spielen. Vorkenntnisse seien keine erforderlich.

Zu den Instrumenten bei der „Beat & Brassband“ gehören im Bereich „Beat“ die Bassdrum, die Snaredrum, Becken und Quint sowie im Bereich „Brass“ Trompeten, Sousafon und Mellofon. Etwa ein halbes bis ein dreiviertel Jahr dauert es, bis neue Mitglieder sich an Auftritten beteiligen können. Davon gibt es etwa 30 pro Jahr. Zunächst müssten sie dafür nicht alle Stücke mitspielen können, sondern nur ein paar Grundlagen. Schließlich will nicht nur das Spielen des Instruments, sondern auch das Marschieren gelernt sein. Das käme aber alles nach und nach, berichten die Aktiven.

Sowohl die Instrumente als auch die Uniformen für Auftritte stellt der Verein seinen Mitgliedern zur Verfügung. Nach der Namensänderung von „Fanfarenzug“ zu „Beat & Brassband“ vor zwei Jahren steht nun auch im Bereich der Uniformen eine Veränderung an. „Alles geht etwas mehr in die amerikanische Richtung. Und es wird moderner“, betont Petersen. So habe sich auch die Musik in den vergangenen Jahren sehr verändert. Die Mitglieder nehmen immer wieder aktuelle Stücke in ihr Repertoire auf und sorgen damit bei Auftritten schnell für Aufmerksamkeit.

Dennoch ist die Zahl der Mitglieder im vergangenen Jahr stark zurückgegangen. Nur noch 16 Aktive zählt die „Beat & Brassband“ derzeit. „Wir hatten einige Abgänge, die vor allem beruflich bedingt waren“, erzählt Hoffmann. Jetzt hoffen er und Petersen auf neue Interessierte, die die Musikgruppe wieder wachsen lassen.

Schließlich hat die „Beat & Brassband“ nicht nur Musik zu bieten. Bei allen Proben kommen auch der Spaß und die Gemeinschaft im Verein nicht zu kurz. Kohltouren, Weihnachts- und Sommerfest gestalten Spielmannszug und „Beat & Brassband“ gerne gemeinsam. Zudem steht für die Aktiven der „Beat & Brassband“ einmal pro Jahr ein Übungswochenende an. „Ohne eine gesunde Gemeinschaft funktioniert das Musikmachen nicht“, weiß Petersen. Umso schöner sei es, als Musiker bei Veranstaltungen mit Gleichgesinnten aus anderen Städten oder Ländern ins Gespräch zu kommen. „Über die Musik ist man direkt verbunden“, gerät er ins Schwärmen.

15 Jahre lang war Petersen als dritter Geschäftsführer für die „Beat & Brassband“ zuständig. Dabei ist ihm der Musikzug sehr ans Herz gewachsen.

Beim Tag der offenen Tür am 16. November wollen er und die anderen Musiker allen Interessierten die Besonderheiten ihres Hobbys näher bringen. In der Zeit von 10 bis 14 Uhr bieten sie im Vereinsheim im Gebäude der VHS die Möglichkeit, Menschen und Instrumente kennenzulernen. In der „Beat & Brassband“ mitspielen können Kinder im Alter ab zehn Jahren. Momentan liegt die Altersspanne der Aktiven zwischen zwölf und 35 Jahren. „Und alle verstehen sich super“, weiß Hoffmann.  jm

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