Grünen-Anfrage zu Keimen in Abwasser

Multiresistente Keime im Abwasser: Land soll aufklären

Enttäuschung bei Kindern: An der Grundschule in Spasche hängen vor der Brookbäke Zettel, auf denen die Jungen und Mädchen ihre Verärgerung formulieren.
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Enttäuschung bei Kindern: An der Grundschule in Spasche hängen vor der Brookbäke Zettel, auf denen die Jungen und Mädchen ihre Verärgerung formulieren.

Wildeshausen – Die Belastung der Brookbäke in Wildeshausen mit gefährlichen multiresistenten Keimen beschäftigt nun auch die Niedersächsische Landesregierung.

Wie berichtet, waren laut Greenpeace-Report „Gefährliche Keime aus Tierfabriken“ auch in der Nähe der Wildeshauser Putenschlachterei Geestland Keime nachgewiesen worden.

Die Grünen-Landtagsfraktion hat nun die Landesregierung um eine mündliche Unterrichtung im Umweltausschuss zum aktuellen Stand bei der Bekämpfung multiresistenter Keime in niedersächsischen Oberflächengewässern gebeten.

Konkret möchten die Grünen wissen, wie die Landesregierung die Ergebnisse des Greenpeace-Reports bewertet und wie die Verbreitung der Keime in Abwässern und Oberflächengewässern erfasst wird. „Wie ist der Umsetzungsstand des Landtagsbeschlusses vom 14. Mai 2019, insbesondere hinsichtlich eines Verbots des Einsatzes von Reserveantibiotika in der Tierhaltung, Grenzwerten für die Belastung von Oberflächengewässern mit Antibiotikarückständen und multiresitenten Keimen sowie der Einführung einer vierten Reinigungsstufe an Risikostandorten?“, lautet eine weitere Frage.

Antwort zu soll Keimen im Abwasser am 4. Oktober vorliegen

Die Grünen rechnen mit einer Antwort am 4. Oktober. Höchste Zeit, findet die Landtagsabgeordnete Susanne Menge, in einer Mitteilung. „Die Belastung der Brookbäke durch multiresistente Keime aus der Tierhaltung ist bereits seit 2018 bekannt. Auf unseren Druck führte die Landesregierung damals eine stichprobenartige Untersuchung von Gewässern durch. An zahlreichen Standorten bestätigte sich der Verdacht und es wurden multiresistente Keime nachgewiesen.“

Dennoch, so die Grüne, verweigerten SPD und CDU ein dauerhaftes Monitoring. „Bis heute fehlen sogar Grenzwerte, um die Einleitung von multiresistenten Keimen in öffentliche Gewässer zu minimieren. Unser grüner Landtagsantrag zur Bekämpfung von Antibiotika-Resistenzen wurde von SPD und CDU so stark verwässert, dass nur Prüfaufträge übrig geblieben sind. Die Landesregierung ist untätig, es ist schockierend wie nachlässig die Landesregierung mit der Gesundheit und Umwelt umgeht.“  

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