Ausschuss beauftragt Verwaltung, eine Sachverhaltsermittlung vorzunehmen

Multifunktionshalle nicht in Sicht

Ein unbebautes Grundstück an der Glaner Straße.
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Platz für eine neue Multifunktionshalle? Der Stadt gehört dieses Grundstück an der Glaner Straße.

Wildeshausen – Bei der Frage, ob und wann es in Wildeshausen eine Multifunktionshalle für Sport, Konzerte, Theater und große Versammlungen geben wird, kommt die Politik nicht voran. Der Antrag der CDW-Fraktion, dass die Verwaltung mit der Planung einer derartigen Halle beauftragt wird und mögliche Standorte ermittelt, wurde vom Ausschuss für Stadtentwicklung, Tourismus, Sport und Kultur gegen die Stimmen der CDW abgelehnt.

Eine Zustimmung fand sich für den erneuten Auftrag an die Stadtverwaltung, eine Übersicht aller Veranstaltungen zu erstellen, die von 2017 bis 2019 in der Widukindhalle über die Bühne gegangen sind. Zudem soll auf Antrag von Matthias Kluck (SPD) das „konkrete Veranstaltungspotenzial durch Gespräche mit den Vereinen der Kulturförderung“ ermittelt werden. Die Verwaltung soll auch mit Gastronomen sowie der Diskothek „5Elements“ klären, welche Kosten bei einer Kooperation entstünden. Ergänzend wird empfohlen, dass die Stadt klärt, welche Voraussetzungen für eine Neubauförderung bestehen und ob der Zustand der Tennishalle am Krandel (Rämmi Dämmi) eine Nutzung ermöglicht. Jens-Peter Hennken (CDW) war fassungslos angesichts dieser Entscheidung gegen seinen Antrag, zu planen und einen Standort zu ermitteln, zumal Parteien wie die SPD, so Hennken, genau dieses Anliegen in ihrem Wahlprogramm hätten. „Wir hätten schon viel weiter sein können“, erklärte er.

Rainer Kolloge (UWG) hingegen fand Hennkens Antrag „nicht nachvollziehbar“. Die CDW habe eine Beteiligung an den Sanierungskosten für die Widukindhalle von 435 000 Euro und die Freibadsanierung wegen der Kosten abgelehnt, wolle nun aber für viel Geld eine neue Halle haben. Die Stadt habe die Widukindhalle 30 Jahre genutzt. Angesichts dieser langen Dauer seien die Sanierungskosten gering. „Wir hätten da einsteigen können“, erklärte Kolloge. Das Rämmi Dämmi hingegen sei seiner Einschätzung nach „abgängig“.

Wäre ein Gelände in Spasche geeignet?

Wolfgang Sasse (CDU) hielt die ursprünglich geplante und dann abgelehnte weitere Nutzung der Widukindhalle „auch nur für eine Zwischenlösung“. „Wir brauchen eine neue Halle“, erklärte er. Das Rämmi Dämmi würde am 1. Juli wieder eröffnet und sei deshalb kein Thema. Der Christdemokrat brachte eine andere Variante ins Spiel: Der Stadt gehöre eine Fläche im Bereich Dr.-Pickart-Straße/Glaner Straße gleich neben der Schule in Spasche, die ohnehin im Mietkaufverfahren erworben werden solle. „Wir sollten diesen Standort für eine Mehrzweckhalle ins Auge fassen“, regte er an, fand aber keine Resonanz.

Welche Möglichkeiten die ehemalige Tennishalle des Rämmi Dämmi für die Stadt bietet, ist offenbar umstritten. Hennken berichtete aus Gesprächen, dass es durchaus Möglichkeiten gebe, die Halle für Wildeshausen zu bekommen. Was, so seine Einschätzung, spreche für einen Prüfauftrag? Die Kreisstadt benötige einen Veranstaltungsort für mehr als 300 Besucher. „Das muss auch überregional wirken“, fand der CDW-Politiker, und angesichts der seiner Meinung nach langen Diskussionszeit über ein neues Projekt meinte er launig: „Sonst tritt das heutige Jugendorchester in der Halle als Rentnerband auf.“

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