Einige Anlieger müssen Tonnen schieben

Müllentsorgung nur noch im Vorwärtsgang erlaubt

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Nur noch vorwärts fahren die Entsorger in die Wohnstraßen, um Tonnen zu lehren und Säcke einzusammeln. 

Wildeshausen – Bald heißt es für rund 1 200 Haushalte im Landkreis Oldenburg, den Abfallbehälter oder den Wertstoffsack über eine Strecke von bis zu 100 Metern zu schieben oder zu tragen. Diese Regelung gilt dann, wenn die Straße von einem großen Sammelfahrzeug nur in eine Richtung befahren werden könnte.

Hintergrund der neuen Maßnahme sind die Unfallverhütungsvorschriften. Danach ist ein Rückwärtsfahren von Sammelfahrzeugen nur noch sehr bedingt unter Beachtung strenger Rahmenbedingungen möglich. In der Branchenregelung wird darauf hingewiesen, dass das Rückwärtsfahren in Straßen ohne Wendemöglichkeit für die Mitarbeiter der Sammelfirmen, die Anlieger und gerade für spielende Kinder und ältere Menschen mit erheblichen Gefahren verbunden ist.

Die Kreisverwaltung ist nach eigenen Angaben von den mit der Müllabfuhr beauftragten Firmen darauf hingewiesen worden, dass eine Vielzahl von Straßen im Landkreis Oldenburg nicht mehr mit den eingesetzten Müllfahrzeugen befahren werden kann. In diesem Zusammenhang weist die Verwaltung darauf hin, dass es weder dem Unternehmer noch seinen Bediensteten zuzumuten ist, die Unfallverhütungsvorschriften vorsätzlich außer Acht zu lassen und dabei das Risiko von Straf- oder Zivilverfahren mit nicht abschätzbaren Folgen auf sich zu nehmen oder immer wieder Ordnungswidrigkeiten zu begehen.

Die Politik hat vor einem halben Jahr entschieden, in Zukunft ein kleineres Fahrzeug zu finanzieren, das vorwärtsfahrend für die Müll- und Wertstoffentsorgung an schmalen Straßen mit einer Länge ab 100 Metern zuständig ist. Dafür wurde die Abfallgebühr für alle Zahler um 3,50 Euro jährlich erhöht. Konsequenterweise müssen alle Anlieger an engen Straßen mit einer Länge bis 100 Metern die Säcke und Tonnen nun zu einem zentralen Sammelplatz befördern.

Um wie gewohnt eine ordnungsgemäße Abholung sicherzustellen, hatte die Kreisverwaltung in einem ersten Schritt die betroffenen Bewohner der Straßen schriftlich darüber informiert, dass zukünftig die Abfallbehälter sowie Wertstoffsäcke an einer bis zu 50 Meter entfernten Stelle bereitgestellt werden müssen. In einem zweiten Schritt, der für August vorgesehen ist, werden nun die Anlieger der Straßen angeschrieben, bei denen eine Rückfahrerfordernis bis zu 100 Meter besteht.

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