Der Verein betreibt in Aumühle eine von einer Handvoll Strecken in Niedersachsen

Moto-Cross-Club feiert 40-jähriges Bestehen

Hügelig: Moto-Crosser auf der Strecke.
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Hügelig: Moto-Crosser auf der Strecke.

Aumühle – Der Moto-Cross-Club (MCC) Wildeshausen feiert in diesem Monat sein 40-jähriges Bestehen. Wobei feiern etwas übertrieben ist, schließlich kann zurzeit nicht viel stattfinden. Anlass gäbe es aber durchaus, findet der erste Vorsitzende Lutz Opitz. Beispielsweise nennt er den Anstieg der Mitglieder um 80 Personen im vergangenen Jahr. Damit gehören dem Verein, der seine Wurzeln in Aumühle hat, nun 260 Moto-Crosser an.

Dass der MCC wächst, hat für Opitz auch damit zu tun, dass der Verein kräftig in einen Traktor und einen Radlader investiert hat. So sei im vergangenen Jahr neues Gerät angeschafft worden, damit die Strecke einfacher in Schuss gehalten werden kann. Außerdem wurde ein Doppelcontainer aufgestellt, sodass sich die Fahrer bei Regen mal unterstellen können. Nach Corona sollen dort auch Schulungen sowie Treffen innerhalb des regen Vereinslebens möglich sein.

Derzeit liegt vieles brach, obwohl die Moto-Crosser immerhin trainieren dürfen. Dabei handele es sich um Individualsport, führt Opitz aus. Zudem gebe es eine Maskenpflicht und die Abstände würden vom Verein genau kontrolliert. Erst kürzlich sei auch die Polizei am Wochenende da gewesen, die wohl von Spaziergängern gerufen worden sei. „Die fragen sich natürlich, was da bei uns passiert“, sagt der Vorsitzende verständnisvoll. Geheimhalten lassen sich die Trainings ja auch kaum, dafür sind die Moto-Cross-Maschinen einfach zu laut.

Öffentliches Interesse: Auch der NDR ist mal da.

Apropos Lautstärke: „Wir haben einen großen Feind: Lärm“, sagt Opitz. Deswegen gebe es tendenziell immer weniger Moto-Cross-Strecken. In Niedersachsen seien es kaum noch mehr als eine Handvoll. In Aumühle seien die nächsten Nachbarn rund 300 Meter entfernt und würden es natürlich hören, wenn Betrieb auf der Strecke ist. „Wir achten darauf, dass die Auspuffanlagen nicht zu laut sind. Wer mit einer ,Brülltüte‘ ankommt, wird einmal angezählt.“ Danach werde ein Fahrverbot ausgesprochen. Zurzeit dürfen sowieso nur Vereinsmitglieder auf die Strecke. Die Moto-Crosser kommen dabei nicht nur aus Wildeshausen, sondern aus einem Radius von rund 150 Kilometern rund um die Kreisstadt – einige sogar von noch weiter weg.

Ehrenvorsitzender ist Hergen Mehrtens

Schon in den Anfangsjahren dabei war Hergen Mehrtens. Der 59-jährige Wildeshauser ist heute Ehrenvorsitzender des Vereins, den er lange Jahre mit aufgebaut hat. Damals noch als junger Mann. Mitte der 1970er-Jahre hätten sich ein paar Moto-Crosser zusammengetan und bei Steinloge gegenüber von der „Visbeker Braut“ auf einem Feld ihre Runden gedreht. Später habe es dann sogar eine mehrfache deutsche Meisterin aus Wildeshausen, Kerstin Skirlo, gegeben. Mit diesem „Aushängeschild“ wurde die Vereinsgründung in den folgenden Jahren vorangetrieben. Erst waren es nur zwölf Mitglieder, aber dabei blieb es nicht.

Ein Bauer habe den Sportlern das Gelände in Aumühle verpachtet, das heute noch genutzt wird, sagt Mehrtens. Erst war es nur ein Hektar, inzwischen sind es dreieinhalb. Das für die Landwirtschaft nicht sehr wertvolle sandige Gebiet wandelten die MCC-Mitglieder nach und nach in eine Strecke nach ihrem Geschmack um. „Wir haben Lehmboden rangefahren und mit Baggern sowie Radladern Hügel aufgeschüttet“, erinnert sich Mehrtens.

Der Ehrenvorsitzende fährt schon lange nicht mehr. Wegen der Belastungen für den Körper sei das ein Sport für junge Leute, findet er. Aber dem MCC ist er natürlich noch verbunden. Ob er sich damals hätte vorstellen können, dass es 260 Mitglieder, eine große Anlage und Rennen im Niedersachsen-Cup geben würde? Nee, das nicht, sagt Mehrtens. „Wir haben damals einfach losgelegt.“

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