Timo Poppe lässt altes Speichergebäude sanieren 

„Möchte ein Stückchen der alten Stadt beleben“

Eine Menge Arbeit wartet noch, bis dieses Gebäude wieder ein Schmuckstück ist. - Foto: Dejo

Wildeshausen - Von Joachim Decker. Es ist ein altes Speichergebäude aus dem Jahr 1816 und somit satte 200 Jahre alt. Die Rede ist von dem alten Fachwerkgebäude an der Grünen Straße in der Kreisstadt. Besitzer ist Timo Poppe. Und er hat sich ein ehernes Ziel gesteckt: Noch in diesem Jahr soll darin eine moderne Wohnung entstehen. Wer das Haus jedoch einmal anschaut, der weiß, dass das zweifelsohne eine Herausforderung ist.

„Das ist mir bewusst“, sagt Poppe. Das Haus hat früher meiner Oma und dann meinem Vater Heino gehört. Ich habe aber entschieden, dieses denkmalgeschützte Gebäude wieder herrichten zu lassen.“ Es sei schließlich eines der letzten echten alten Bauwerke im historischen Kern der Wittekindstadt: „Meine Motivation für diese wirklich sehr aufwendige Renovierung ist es, hier ein Stückchen der alten Stadt nicht nur zu erhalten, sondern auch zu beleben.“

So ähnlich soll das Haus einmal aussehen.

Die Renovierung, die in guter Zusammenarbeit mit der Denkmalschutzbehörde durchgeführt werde, solle bis zum Ende des Jahres abgeschlossen sein. „Die Wohnung, die dann in dem alten Gebäude entsteht, hat eine Größe von 130 Quadratmetern mit einem fantastischen Blick auf die Alexanderkirche“, so Poppe. Die Wohnung sei aber noch nicht vermietet. Schon jetzt ist auf ersten Zeichnungen zu erkennen, dass bodentiefe Fenster den Blick auf die Kirche ermöglichen. „Architekt ist Gerd Logemann aus Berne, der auf die Renovierung derartiger Gebäude spezialisiert ist“, betont Poppe.

Und Spezialisten, auch aus dem Handwerk, benötigt er dringend. So ist das Haus fast nur noch ein Gerippe, an dem viele Balken des Fachwerks abgängig sind. „Dafür habe ich mir Zimmerleute gesucht, die langjährige Erfahrung haben. Teilweise müssen nur Stücke dieser Hölzer händisch gefertigt und verbaut werden. Das erfordert viel handwerkliches Geschick“, erklärt Poppe.

Hinzu komme, dass das Gebäude kein Fundament habe, was ein Nachteil sei, weil es absacken könnte. „Dafür muss das Bauwerk etwas aufgebockt werden, um Stück für Stück das Fundament gießen zu können“, so Poppe.

Begeisterung herrschte schon gestern auf der Baustelle. „Das ist eine wirklich tolle Sache, dass dieses alte Gebäude saniert wird und damit erhalten bleibt“, meinte ein Passant, der das Fachwerk begutachtete.

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