Zweizügigkeit gegen die Raumnot

CDU möchte Grundschule errichten

Die Wallschule soll nach den Vorstellungen der CDU nun doch nicht mehr ausgebaut werden. - Foto: dr

Wildeshausen - Die CDU-Fraktion im Rat der Stadt Wildeshausen beantragt den Neubau einer zweizügigen Grundschule in der Kreisstadt. Das, so Ratsherr Günter Lübke, sei die Konsequenz aus der Mitteilung des Landkreises vom 2. Juni, in der Hunteschule (Förderschule Lernen) nur wenige Räume zur Verfügung stellen zu wollen (wir berichteten).

„Lange Zeit hat Wildeshausen aufgrund der bestehenden Raumengpässe an den Grundschulen versucht, eine Rückübertragung der Hunteschule zu erzielen“, so Lübke. Die Antwort des Landkreises sei nun aber unmissverständlich ausgefallen: Keine Rückübertragung, allenfalls kommt eine Mitnutzung von ein bis drei Klassenräumen ab nächstem Schuljahr infrage. Ausdrücklich weise der Landrat darauf hin, dass die Förderschule Lernen zwar landesweit auslaufe und die Schülerzahlen perspektivisch zurückgingen, dennoch seien die Schüler am Standort an der Heemstraße zunächst weiterhin zu beschulen.

„Damit liegt eine verbindliche und belastbare Aussage des Landkreises als Entscheidungsgrundlage für das weitere Handeln in der Stadt Wildeshausen vor: Umgehend ist die Standortfrage einer neuen zweizügigen Grundschule zu klären und sind die erforderlichen Planungen aufzunehmen“, so Lübke.

Die Christdemokraten verweisen darauf, dass im Haushalt Mittel eingestellt sind, die für den Bau einer neuen Grundschule verwendet werden könnten. So wurde ein Anbau an die Wallschule mit Planungskosten in Höhe von 111 000 Euro veranschlagt. Die Baukosten für drei neue Klassenräume an der Wallschule wurden mit einer Million Euro beziffert. Für den Rückkauf der Hunteschule hatte die Stadt 500 000 Euro eingeplant, die Inventarübernahme war mit 50 000 Euro kalkuliert. Somit stehen im Haushalt 1,675 Millionen Euro für Schulbauten zur Verfügung.

„Der Landkreis hat mit den Hauptverwaltungsbeamten für 2017 Erstattungen an die Kommunen in nicht unerheblicher Größenordnung verhandelt und angekündigt“, so Lübke zur Begründung des CDU-Antrags. „Diese Mittel können für die Restfinanzierung für den Bau einer Grundschule verwendet werden.“

Nach den Vorstellungen der Christdemokraten sollten nach einer Beschlussfassung im Schulausschuss die Planungen für den Anbau von drei Klassenräumen an der Wallschule nicht weiter verfolgt werden. Gleichzeitig solle die Stadtverwaltung mit dem Landkreis und der Schulleitung der Wallschule die temporäre Nutzung der in der Hunteschule zugewiesenen Räume abstimmen. Möglich wäre die Errichtung einer neuen Schule im Baugebiet „Vor Bargloy“. - dr

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