Zweiter Bauabschnitt der Sanierung der Berufsbildenden Schulen in Wildeshausen

Moderne hält Einzug in den „Trakt A“

Ein neu eingericheter Raum mit Tischen und Stühlen.
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Zukünftig das Kreis-Medienzentrum: Der Raum dient jetzt noch Lehrerzimmer.

Wildeshausen – Vier Klassen-Container sind schon am Rand des Schulhofes der Berufsbildenden Schulen Wildeshausen aufgestellt, nach den Sommerferien sollen noch einmal zwei weitere hinzukommen, berichtet Landkreis-Architekt Frank Görke. Grund für diese zeitweilige Umquartierung der Schüler sind aktuell die Bauarbeiten, die im „Trakt A“ des Gebäudes an der Wildeshauser Feldstraße in vollem Gange sind – der zweite Bauabschnitt des gegenwärtigen Großprojektes.

Seit insgesamt zehn Jahren werde an, in und um die BBS herum immer wieder gebaut, so Görke: sei es die Aula im Dachgeschoss oder der komplett neue „F-Trakt“ am Windmühlenweg, der bereits seit 2019 genutzt wird. Doch nicht nur Schüler mussten jetzt umziehen, sondern auch Lehrer und die Schulleitung. Ihre Räume werden im Zuge des aktuellen Bauabschnitts ebenfalls saniert. Untergekommen sind die Pädagogen in dem bereits im vergangenen Jahr fertiggestellten Bereich des A-Traktes: Dort, wo künftig das Kreismedienzentrum seinen Platz finden wird, schildert Görke weiter. Im hinteren Bereich des Ausweich-Lehrerzimmers ist Raum für weitere Arbeitsplätze. Dort werden einst IT-Betreuer für Schulen im Landkreis (wir berichteten) ihren Dienst tun. Gegenüber dem Zentrum befinden sich Klassenräume, in denen die Schüler die entliehenen Medien nutzen können.

Nahezu alles wird erneuert

Wenig bleibt nach der grundlegenden Sanierung des alten Traktes – der in der jetzigen Form weitestgehend aus der Mitte der 1980er-Jahre stammt – so, wie es sich vor Kurzem noch präsentiert hat: Boden, Decken, Fenster – alles werde erneuert, so Görke. Die Heizungsanlage ebenso – dafür verschwinden dann auch die Nischen, in denen sich zuvor noch die Heizkörper befunden haben. Hinzu komme neue Technik, die im Rahmen des Digitalpaktes nun weiter Einzug hält.

Im Zuge der Sanierung werde zudem in allen Klassenräumen eine sogenannte dezentrale Lüftungsanlage – inklusive Wärmerückgewinnung – installiert, mit der sich das Klima individuell regeln lasse. „Das ist Stand der Technik“, erläutert der Architekt. Dank des ausgeklügelten Systems müssten – theoretisch – keine Fenster mehr geöffnet werden. Während des Rundganges macht Görke im Erdgeschoss auf eine Besonderheit aufmerksam, die dem Laien sicherlich verborgen geblieben wäre: „Hier kann man Baugeschichte sehen“, sagt er und weist auf zwei gegenüberliegende Türrahmen hin: Der eine messe 2,13 in der Höhe, der andere, ältere, lediglich 2,01 Meter.

Buchstäblich krönender Abschluss soll dann das neue Dach sein. In diesem Zuge werde dann auch ein Fahrstuhl eingebaut, der bis in die oberste der vier Etagen des Gebäudes fährt, so Görke abschließend. Mit der Fertigstellung des Projekts, für das rund 5,75 Millionen Euro verschlagt worden sind, werde gegenwärtig für 2022 geplant. Und danach soll weitergebaut werden: Die jetzige Cafeteria soll einer Mensa weichen.  fra

Der vordere Bereich des heutigen „Trakt A“ der BBS stammt aus den frühen 1960er-Jahren und beherbergte einst die Hausmeisterwohnung.
Die Klassenzimmer werden vollständig saniert.

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