Mobilitätstag der Privatschule Gut Spascher Sand/Neun Stationen

„Fahrrad-TÜV“: Kinder müssen selbst Hand anlegen

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Jens Illgen checkte mit den Kindern die Fahrräder.

Wildeshausen - Von Joachim Decker. Eher cool sah der neunjährige Luis aus der dritten Klasse der Privatschule Gut Spascher Sand am Mittwoch die Fahrradprüfungen, die die Erst- bis Drittklässler im Rahmen des Mobilitätstages der Schule zu absolvieren hatten. Bei genauem Hinschauen zeigte sich aber, dass auch Luis das eine oder andere leichte Problem hatte.

„Ich fahre regelmäßig mit dem Fahrrad und kenne mich bestens aus. Das ist hier alles sehr einfach“, hatte der Neunjährige noch vollmundig verkündet.

Insgesamt neun Stationen warteten auf die Schüler auf dem Parkplatz vor der ehemaligen Kaserne. Dazu gehörte als Erstes der „Fahrrad-TÜV“, den fünf Mitarbeiter des Umweltzentrums Hollen, Lernstandort Huntlosen, besetzt hatten. „Gemeinsam mit den Kindern checken wir hier zunächst die Fahrräder“, erklärte Jens Illgen: „So müssen sie auch selbst etwas handwerkliches Geschick an den Tag legen und ihre Reifen eigenständig aufpumpen.“ Allerdings bestätigte der Experte den Schülern, dass sie allesamt sehr gute und vor allem verkehrssichere Fahrräder haben.

Voll des Lobes war auch Lehrerin Heidi Meißner, die das bestätigte, was der Zuschauer zu sehen bekam: „Die Kinder sind wirklich fit und wissen schon sehr gut, wie sie mit den Rädern umgehen müssen. Es ist jedoch verständlich, dass sie im Parcours den einen oder anderen Fehler machen.“ Sie selbst hatte die Station mit der Schotterbahn besetzt: „Die Kinder müssen auch lernen, auf rutschigem Untergrund sicher zu fahren, da kommt dieser Parcoursabschnitt gerade recht.“

Dass schnelles Fahren oft einfacher ist als langsames, zeigte sich für die Kleinen sehr schnell beim „Schneckenradeln“: Für eine Strecke von rund fünf Metern mussten sie möglichst viel Zeit brauchen. Auch das Fahren mit einer Hand erwies sich als Herausforderung, zumal mit der freien Hand ein Ball transportiert und anschließend in einen Eimer geworfen werden musste. Genau diese Übung empfand die siebenjährige Antonia aus der zweiten Klasse als schwierig: „Ich habe den Eimer zwar getroffen, das Fahren war aber schon etwas schwer.“

Und während die Schüler Station für Station hinter sich brachten, waren die Viertklässler im Realverkehr unterwegs. Dafür standen an zwölf Stationen Helfer, die das Verhalten genau dokumentierten.

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